"München" bei den Schweizer Behörden

21. November 2006, 17:55
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Über 150 Interessierte namen an der 3. OSS-Tagung des Informatikstrategieorgans Bund und von ch/open teil.

Über 150 Interessierte namen an der 3. OSS-Tagung des Informatikstrategieorgans Bund und von ch/open teil.
Wie das Informatikstrategieorgan des Bundes gestern mitteilte, war die 3. OSS-Tagung (OSS = Open Source Software), die der Bund zusammen mit ch/open organisierte, ein Erfolg. Über 150 Teilnehmer der Tagung setzten sich mit konkreten Erfahrungen des Einsatzes von Open-Source-Software bei Behörden auseinander und diskutierten Aussichten, Erfolge und Probleme.
Der scheidende Chef-IT-Stratege des Bundes, Jürg Römer rief dazu auf, vor jeder Entscheidung für Software eine Gegenüberstellung von Nutzen und (auch versteckten) Kosten zu machen.
Auf grosses Interesse dürfte der Vortrag von Florian Schiessl, Führungsmitglied des ambitionierten Projektes "LiMux" der Stadt München, gestossen sein. Schiessl sagte, dass entgegen kursierenden Gerüchten, die Linux-Migration der 14'000 Arbeitsplatzrechner von München "wie geplant am Fortschreiten" sei. Dank dem Open-Source-Prinzip könnten nun auch andere Verwaltungen in Deutschland vom Münchner Wissen und Software profitieren.
2011 werden Karten neu gemischt
2011 läuft der - aufgrund unserer Enthüllung im Oktober umstrittene Rahmenvertrag zwischen der Schweizerischen Informatikkonferenz und Microsoft aus. Die Schweizer Behörden hätten wesentlich bessere Karten in der Hand, wenn bis dann eine Alternative zu Microsoft-Produkten nicht nur theoretisch sondern auch praktisch zur Verfügung stünde.
Dieter Klemme vom ISB führte dazu aus, welche Voraussetzungen bis dann erfüllt sein müssen. Es geht vor allem darum, dass nicht nur für Server, PCs und Standard-Bürosoftware Alternativen sichtbar sind, sondern dass sich auch die hunderte wenn nicht gar tausende unterschiedlicher und behördenspezifischen Applikationen ("Fachapplikationen") integrieren lassen. (Christoph Hugenschmidt)

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