Myriad will noch dieses Jahr weg von der Börse

25. August 2017, 11:53
  • technologien
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Die Dekotierung von der Schweizer Börse sei ein "wichtiger und notwendiger Schritt in der Transaktionsphase des Unternehmens", schrieb der Softwarehersteller Myriad in der Einladung zur Generalversammlung.

Die Dekotierung von der Schweizer Börse sei ein "wichtiger und notwendiger Schritt in der Transaktionsphase des Unternehmens", schrieb der Softwarehersteller Myriad in der Einladung zur Generalversammlung. Diese ging gestern über die Bühne. Und Myriad hat es einem 'NZZ'-Bericht zufolge eilig mit der Dekotierung, sie soll noch im laufenden Jahr vollzogen werden. Demnach gehe es auch darum Kosten zu sparen und auch die regulatorischen Auflagen nicht mehr erfüllen zu müssen, so der Bericht.
Myriad kommt nicht aus den roten Zahlen und schreibt seit Jahren Verlust. Dieser fiel auch schon höher aus als der Umsatz. Anfang Jahr ging CEO Stephen Dunford, der seit 2012 an der Spitze des Unternehmens stand. Interimistisch wird Myriad von VR-Präsident Erik Hansen geführt, eine Nachfolge für Dunford gibt es noch nicht.
Beim Börsengang im Jahr 2005 wurde das Unternehmen mit rund 289 Millionen Franken bewertet, heute ist es noch 80 Millionen Franken wert, wie die 'NZZ' zusammenfasst. Nach einem Verlust in Höhe von 12,6 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2017 verfügt Myriad über liquide Mittel von gerade noch 14,2 Millionen Franken. An der Generalversammlung gestern haben die Aktionäre der geplanten Kapitalerhöhung zugestimmt, teilt Myriad mit. Das Aktienkapital soll von bisher 11,22 Millionen auf knapp 15 Millionen Franken erhöht werden. Martin Ebner, der mit 33,3 Prozent am Unternehmen beteiligt sei, werde die Kapitalerhöhung mittragen, berichtet die 'NZZ' von der Versammlung. Es sei damit auch möglich, dass er die Mehrheit am Unternehmen erwerben wird. (kjo)

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