MySpace und Facebook als Vektoren für Malware-Verbreitung

4. August 2008, 16:31
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Der russische Security-Spezialist Kaspersky hat nach eigenen Angaben zwei "Würmer" entdeckt, die sich über die populären "sozialen" Plattformen MySpace und Facebook verbreiten.

Der russische Security-Spezialist Kaspersky hat nach eigenen Angaben zwei "Würmer" entdeckt, die sich über die populären "sozialen" Plattformen MySpace und Facebook verbreiten.
Net-Worm.Win32.Koobface.a greift Mitglieder von MySpace an. Greift man von einem infizierten PC aus auf sein MySpace-Konto zu, so schreibt der Wurm Kommentare in die Seiten von "Freunden". Diese Kommentare enthalten Links zu einem angeblichen YouTube-Video. Klickt man diesen Link an, so wird man umgeleitet. Wer dann das angebliche "Video" anschauen will, wird darauf hingewiesen, dass der PC die neueste Version des Flash Players benötige. Wer diese angebliche neue Version der äusserst populären Abspielsoftware auf seinen PC lädt und zu installieren versucht, lädt sich einen weiteren Wurm auf die Maschine.
Ganz ähnlich funktioniert es bei Mitgliedern bei Facebook. Der Unterschied: Net-Worm.Win32.Koobface.b verschickt Spam (unterwünschte Nachrichten) an die Kontakte des Facebook-Mitglieds.
Kaspersky hält es für sehr wahrscheinlich, dass die infizierten Maschinen später in ein Botnetz (Netz von aussen manipulierbaren PCs) eingebunden werden sollen, wo sie dann für kriminelle Zwecke (Spamversand, Identitätsdiebstahl) gebraucht werden.
Die Autoren hinter den beiden neuartigen Computer-Würmern benützen den Umstand, dass Mitglieder von sozialen Webseiten wie eben Facebook, MySpace oder auch Xing, Botschaften oder Kommentare, die sie von ihren Kontakten oder "Freunden" erhalten, automatisch als vertrauenswürdig einstufen. (hc)

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