Nach 30 Jahren: Sony schickt 3,5-Zoll-Diskette in Pension

26. April 2010, 09:26
  • politik & wirtschaft
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Dreissig Jahre nach ihrer Lancierung lässt der japanische Elektronikkonzern Sony die 3,5-Zoll-Diskette sterben.

Dreissig Jahre nach ihrer Lancierung lässt der japanische Elektronikkonzern Sony die 3,5-Zoll-Diskette sterben. Wie über das Wochenende bekannt wurde, wird Sony den Vertrieb der Disketten in Japan im kommenden März einstellen. Japan zählt zu den letzten Ländern weltweit, in denen der Konzern überhaupt noch Floppy-Disks vertreibt.
IBM brachte bereits 1969 erste Disketten mit rund 80 KB Kapazität für seine Systeme auf den Markt. Allerdings konnten die damaligen Laufwerke die Daten nur lesen, aber keine Disketten beschreiben. Drei Jahre später präsentierte Memorex das erste Laufwerk mit Schreibfähigkeit. IBM-Mitarbeiter Alan Shugart, dem die Erfindung der Diskette zugeschrieben wird, entwickelte 1976, inzwischen selbständig, die 5,25"-Diskette und Hersteller Teac stellte 1978 das erste 5,25"-Diskettenlaufwerk der Welt vor. Im Jahr 1981 folgte Sony und präsentierte erstmals Disketten im 3,5"-Format, zuerst mit 720 KB, später mit 1440 KB Speicherkapazität.
Nach Zeitungsberichten hält Sony in Japan rund 70 Prozent der Marktanteile für Floppy Disks. In vielen anderen Ländern hat sich der Konzern bereits seit längerem vom Diskettenvertrieb zurückgezogen. (Thomas Brühwiler)

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