Nach der DRAM-Flut die -Dürre?

30. März 2009, 13:18
  • international
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Die Chipindustrie wurde in den vergangenen Monaten hart vom extremen Preiszerfall bei DRAM-Speicherbausteinen getroffen.

Die Chipindustrie wurde in den vergangenen Monaten hart vom extremen Preiszerfall bei DRAM-Speicherbausteinen getroffen. So musste der deutsche Siemens-Spinoff Quimonda Insolvenz anmelden und hat die Produktion praktisch eingestellt. Und die taiwanische Regierung will unter ihrer Ägide verschiedene kleine Memory-Hersteller zu einer Firma zusammenfassen.
Doch gibt es bereits wieder Stimmen, die vor einem drastischen DRAM-Chip-Mangel und "noch nie gesehenen Preiserhöhungen" in der zweiten Jahreshälfte warnen. So sagte der Chef des taiwanischen Chipherstellers Powerchip Frank Huang gemäss der Zeitschrift 'Digitimes' letzte Woche, die Hersteller könnten die extremen Kapazitätssenkungen der letzen Monate unmöglich in kurzer Zeit rückgängig machen. Dies würde in der zweiten Jahreshälfte zum ärgsten DRAM-Mangel seit 16 Jahren führen und sogar die PC-Produktion weltweit beeinträchtigen.
In den letzten Tagen sind die Marktpreise für DRAM-Chips spürbar gestiegen. Damit erhöht sich die Chance für die 3'800 Angestellten von Quimonda in Dresden und München, dass für ihren zahlungsunfähigen Arbeitgeber doch noch ein Käufer gefunden werden könnte. (hc)

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