Nach Kritik: SBB-Software Opus nun "knapp genügend"

3. Juli 2008, 09:26
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17'000 SBB-Angestellte arbeiten mit der internen Software Opus. Das System steht wegen seiner Langsamkeit in der Kritik. Immerhin erhielt es nun die genügende Note 4,34. Zudem haben die SBB das interne Mailsystem durch Outlook ersetzt.

17'000 SBB-Angestellte arbeiten mit der internen Software Opus. Das System steht wegen seiner Langsamkeit in der Kritik. Immerhin erhielt es nun die genügende Note 4,34. Zudem haben die SBB das interne Mailsystem durch Outlook ersetzt.
Der heute erschienenen 'SBB-Zeitung' ist zu entnehmen, dass die interne Software Opus bei den SBB-Mitarbeitenden wieder eine bessere Benotung erhalten hat. Die serverbasierte Benutzeroberfläche Opus ("Office Plattform Unternehmensweit Standardisiert") ist seit mehreren Jahren in Betrieb und wird von zirka 17'000 der knapp 28'000 SBB-Mitarbeitenden für verschiedene Aufgaben wie etwa die Bearbeitung von Ticketverkäufen und Reservationen verwendet. Im vergangenen Oktober war Kritik laut geworden in der Kritik.
Nun scheint sich die Performance der Software zumindest ein bisschen verbessert zu haben. Das Ziel der SBB, die Note 4 zu erreichen, wurde übertroffen. Laut 'SBB-Zeitung' erreichte Opus mit 4,34 Punkten in der vierten Benutzerumfrage die bisher höchste Bewertung überhaupt. 7800 der insgesamt 17'000 Opus-Benutzer hätten an der Online-Umfrage teilgenommen - ein neuer Rekord. "Die Leistungsfähigkeit und die Zuverlässigkeit von Opus erzielten klar bessere Werte", heisst es. Das Drucken und die Antwortzeiten des Intranets seien deutlich besser beurteilt worden als in der letzten Erhebung.
Outlook eingeführt
Allerdings gibt es immer noch Kritik und an Verbesserungen soll weiterhin gearbeitet werden. Die Antwortzeiten befriedigen die RAS-Nutzer (Remote-Access) mit externem Zugang auf Opus weiterhin nicht. Die Bewertung des Mailsystems Memo (eine Eigenentwicklung) habe sich, "wie erwartet", stark verschlechtert. Das Mailsystem Memo ist nach der Umfrage, die im Frühling durchgeführt wurde, durch Outlook ersetzt worden, wie SBB-Sprecher Roland Binz gegenüber inside-it.ch sagt.
Die Verantwortlichen bei IT Operations Management seien mit den Resultaten zufrieden; "trotzdem zeigte ihnen die Auswertung gezielten Verbesserungsbedarf auf", heisst es in der Zeitung. Analysiert werde etwa, wie die Login-Zeiten sowie der Start der ersten Anwendung beschleunigt werden können. Die Abläufe bei Mutationen (Ein-, Aus- oder Übertritt) seien kompliziert. Hier sollen die Prozesse einfacher gemacht werden. (Maurizio Minetti)

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