Nach Überlastungen: Bern verbessert Impfportal Vacme

7. Mai 2021, 09:23
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In Bern wie auch Zürich kam es nach der Freigabe von neuen Impfterminen zu Wartezeiten. Ein "Warteraum" soll nun das Problem lösen.

Die bernische Gesundheitsdirektion hat zusammen mit dem Softwareentwickler DV Bern Verbesserungen an der Impfplattform Vacme vorgenommen. Nach der Öffnung des Portals für die grossen Impfgruppen war es am Mittwochabend, 5. März, zu langen Wartezeiten gekommen.
Als Ursache nennt die Gesundheitsdirektion die grosse Last auf das Informatiksystem bereits vor dem Aufschalten der neuen Impftermine. Je mehr Anfragen gemacht wurden, desto langsamer wurde die spezifische Datenbank-Abfrage.
Um das Problem zu beheben, wurde ein Wartungsfenster benötigt, wie die Gesundheitsdirektion in einer Mitteilung schreibt. Dieses Wartungsfenster fiel "leider auf den kommunizierten Zeitpunkt für das Aufschalten von neuen Terminen".
Mit Verbesserungen am virtuellen "Warteraum" habe das Problem behoben werden können. Der Eingang ins System wurde gedrosselt, damit die Last kontinuierlich erhöht werden konnte. Die Gesundheitsdirektion entschuldigte sich in der Mitteilung bei der Bevölkerung für die Wartezeiten. Viele Impfwillige brauchten am Mittwochabend lange oder hatten gar vergeblich versucht, einen Impftermin zu ergattern.
Heute Freitag gab auch der Kanton Zürich die Freischaltung der Impfgruppe N für Bevölkerungsgruppen ab 16 Jahren bekannt. Zürich verwendet für die Registrierung von Impfterminen ebenfalls Vacme. Nach der Freischaltung kam es auch hier zu Wartezeiten, worauf der Kanton die Verifikation beim Login via SMS zeitweise deaktivierte. "Wenn Sie im Warteraum landen, heisst das, dass es gleich weitergeht", teilte die Gesundheitsdirektion via Twitter mit. Weiter könne es vorkommen, dass die SMS für Registrierung oder die bestätigten Impftermine verspätet zugestellt würden.

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