Nachwehen des Atraxis-Crashs

17. Oktober 2004, 11:42
  • people & jobs
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Armin Meier, ehemals Chef der untergegangenen Swissair-IT-Tochter Atraxis, steht wegen damaliger Bonuszahlungen unter Druck.

Ungleich vieler anderer ehemaliger Atraxis-Angestellter hat deren ehemaliger Chef Armin Meier Karriere gemacht. Er ist heute Mitglied der GD beim Migros und designierter Chef des Kuoni-Konzerns. Doch nun steht Meier unter Beschuss der Medien. Die Wirtschaftszeitung "Cash" wirft ihm in der Aufmachergeschichte der letzten Ausgabe vor, noch kurz vor dem Verkauf von Atraxis-Teilen an EDS und dem Untergang der übrigen Atraxis-Reste einen Bonus von 50'000 Franken bezogen zu haben.
Atraxis, die lange von den (Zwangs)-Aufträgen der von Swissair übernommenen maroden Airlines gelebt hatte, überlebte das Swissair-Debakel nicht lange. Im November 2001 wurden Teile von Atraxis an EDS verkauft, die damit in Zürich ein Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Software und Dienstleistungen für die Airline-Industrie aufgebaut hat. Der Rest von Atraxis wurde gemäss "Cash" im Januar 2002 in Atrib Switzerland umgetauft und ging später konkurs. Von den einst 2100 Atraxis-Angestellten konnten damals nur etwa 850 zu EDS wechseln.
Meier selbst verliess Atraxis noch im November 2001. Er hatte ein Jahresgehalt von brutto mehr als 600'000 Franken bezogen, davon 200'000 Franken Boni. Einige Atraxis-Gläubiger wollen nun von Meier zumindest seinen letzten Bonus von 50'000 Franken zurück. (Christoph Hugenschmidt)

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