Napster bald auch in der Schweiz

21. Mai 2007, 11:54
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Die einst als illegal verschriene Online-Tauschbörse Napster erwägt den Markteintritt in die Schweiz.

Die einst als illegal verschriene Online-Tauschbörse Napster erwägt den Markteintritt in die Schweiz. "Wir beobachten den Schweizer Markt intensiv", sagte Thorsten Schliesche, Geschäftsführer von Napster Deutschland, gegenüber der 'NZZ am Sonntag'. Der durch eine Übertragung des Markennamens seit drei Jahren vollends legale Musik-Shop hat im Dezember 2005 seinen Dienst auch für deutsche Kunden zugänglich gemacht.
Schliesche war gemäss 'NZZ am Sonntag' kürzlich in Zürich, um mit hiesigen Ablegern der grossen Musikfirmen sowie lokalen Labels erste Gespräche über Vertriebsrechte zu führen. "Der Schweizer Musikmarkt könnte eine Belebung durch einen neuen Spieler vertragen", so Schliesche. Napster glaubt, mit dem Flat-Rate-Modell in der Schweiz punkten zu können. In Deutschland bezahlt man zurzeit umgerechnet 16.50 Franken im Monat und kann so beliebig viele Songs online und offline hören. Die Rechte für die Songs verfallen, sobald das Abo ausläuft. Wer sie kaufen will, bezahlt pro Lied zusätzlich 1.65 Franken oder mindestens 16.50 Franken pro Album – beim grossen Konkurrenten iTunes sind die Preise in der Schweiz etwas günstiger.
Napster denkt im Gegensatz zu EMI, Apple und anderen Musik-Grössen nicht daran, den Kopierschutz aufzuheben: Das Abo-Modell funktioniere nicht, wenn die Musik ungeschützt ausgeliefert werde. (mim)

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