National- und Ständeräte bekommen neue Notebooks - weil sie Vista nicht mögen

17. Februar 2010, 15:41
image

220 neue Windows-7-Geräte für netto 240'000 Franken. Nur damit die National- und Ständeräte nicht mehr mit Vista arbeiten müssen.

220 neue Windows-7-Geräte für netto 240'000 Franken. Nur damit die National- und Ständeräte nicht mehr mit Vista arbeiten müssen.
Wie die 'Berner Zeitung'.
Verwaltungsdelegation hat entschieden
Neue Notebooks gibt es in der Regel bei jedem Beginn einer neuen Legislatur (also alle vier Jahre) gratis für alle National- und Ständeräte, falls sie das wünschen. Offenbar war das Unbehagen über Windows Vista im Bundeshaus aber so gross, dass man nicht noch zwei Jahre warten konnte. Den Entscheid zur Beschaffung neuer Geräte mit Windows 7 habe die Verwaltungsdelegation der eidgenössischen Räte (VD), die sich für Open Source einsetzt.
Gemäss 'BZ' kosten die neuen Geräte 1700 Franken pro Stück. Brutto habe die Erneuerung 374'000 Franken gekostet. Stucki sagt, dass nicht 246 Geräte (für alle Parlamentarier) beschafft werden, da nicht alle Ratsmitglieder von der Standardausrüstung Gebrauch machen. "Wir rechnen mit zirka 180 Geräten", so Stucki. Gemäss Stucki kostet die Erneuerung unter dem Strich 240'000 Franken, da der Laptoplieferant für die alten Laptops noch einen Betrag zurückerstattet. Wer ein neues Gerät beansprucht, muss das alte Gerät abgeben.
Wie Stucki sagt, gab es keine Ausschreibung für die neuen Geräte. "Die letzte WTO-Ausschreibung ist noch gültig. Der Wert lag unter der WTO-Limite." Deshalb handelt es sich auch diesmal wieder um Lenovo-Geräte.
Wieso neue Geräte beschaffen und nicht die alten mit einem neuen Betriebssystem aktualisieren? Diese Option stand gemäss Stucki zur Diskussion. Die VD wollte aber "keine halben Sachen". Ausserdem, betont Stucki, seien die alten Notebooks buchhalterisch bis auf 25 Prozent abgeschrieben. "Per Legislaturwechsel werden logischerweise alle neugewählten Ratsmitglieder mit neuen Geräten ausgerüstet. Es ist vorgesehen, dass Wiedergewählte jedoch ihr dazumal knapp zweijähriges Gerät weiternutzen", so Stucki.
Und noch eine Notiz am Rande: Im Ständeratssaal ist der Gebrauch von Notebooks nach wie vor untersagt. (mim)
(Bild: Parlamentarier und ihre Notebooks im Nationalratssaal)

Loading

Mehr zum Thema

image

Urs Truttmann wird Digitalchef der Stadt Luzern

Nachdem Truttman seit April schon interimistisch als CDO im Einsatz stand, übernimmt er die Leitung der Dienstabteilung Digital jetzt definitiv.

publiziert am 29.9.2022
image

Jetzt sind auch in St. Gallen die letzten Gemeinden im Online-Kataster vertreten

Die Schweizer Erfolgsgeschichte mit der Einführung eines Online-Portals umfasst nun auch die gesamte Fläche des Ostschweizer Kantons. Warum es dort länger gedauert hat, erklärte uns der Kantonsgeometer.

publiziert am 29.9.2022
image

Regierung will Millionen für Digitale Transformation von Basel-Land ausgeben

Für die digitale Verwaltung und den Aufbau eines Governance-Modells sollen 21 Millionen aufgewendet werden. Es gebe dazu keine Alternative, so der Regierungsrat.

publiziert am 29.9.2022
image

Schweiz: Wettbewerbsfähigkeit top, E-Government flop

In der aktuellen IMD-Studie steigt die Schweiz in Sachen digitale Wettbewerbsfähigkeit in die Top 5 auf. Dahingegen schwächelt sie im Bereich E-Government.

publiziert am 29.9.2022