National- und Ständeratskandidaten haben wenig Interesse an ICT

10. Oktober 2007, 12:56
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1545 National- und Ständeratskandidaten sind angefragt worden, ob sie an einer ICT-Umfrage teilnehmen wollen. 166 haben geantwortet – vor allem SP- und CVP-Vertreter.

1545 National- und Ständeratskandidaten sind angefragt worden, ob sie an einer ICT-Umfrage teilnehmen wollen. 166 haben geantwortet – vor allem SP- und CVP-Vertreter.
Das nach eigenen Angaben "politisch neutrale" ICT-Netzwerk WinLink hat eine Umfrage unter National- und Ständeratskandidaten zum Thema ICT durchgeführt. 1545 Kandidaten seien angeschrieben worden, teilte WinLink mit. Jedoch lag die Rücklaufquote bei lediglich 11 Prozent, was 166 Kandidatinnen und Kandidaten entspricht. Deshalb spricht WinLink von einem "ICT-Defizit" bei Politikern. Unter den 1545 Kandidaten waren auch bereits bestehende Parlamentarier.
48 der 166 Kandidaten, die an der ICT-Umfrage teilgenommen haben, gehören der SP an. Damit verzeichnen die Sozialdemokraten die höchste Anzahl Teilnehmer. Mit 36 Teilnehmern ist auch die selbsternannte ICT-Partei CVP gut vertreten. Je 23 Teilnehmer gehören den Grünen bzw. der Evangelischen Volkspartei (EVP) an. Nur 16 FDP-Kandidaten machten bei der Umfrage mit und noch weniger Kandidaten der grössten Partei der Schweiz (SVP) wollten mitmachen, nämlich nur sechs. Zehn Mitglieder der Eidgenössische Demokratische Union (EDU) machten auch mit. Vier Kandidaten gehören zu ungenannten, wahrscheinlich kleineren, Parteien. Es haben vor allem Kandidaten im Alter von 35 bis 50 Jahren teilgenommen.
E-Gov-Strategie?
Dass für die 166 Teilnehmer das Thema ICT wichtig ist, zeigt schon die Tatsache, dass sie an einer Umfrage teilgenommen haben. Die Antworten zeigen denn auch, dass für die grosse Mehrheit (95 Prozent) ICT für die Zukunft der Schweiz eine grosse Bedeutung hat. Sicherheit im elektronischen Verkehr ist für die meisten Umfrage-Teilnehmer ein wichtiges Thema. So soll gemäss Antworten die elektronische ID fürs Volk bereits in den kommenden drei Jahren zur Verfügung stehen. Für 70 Prozent der Befragten hat die geplante Gesundheitskarte einen ziemlich oder sehr hohen Stellenwert.
Zu denken gibt jedoch, dass die Hälfte der Kandidaten die E-Government-Strategie des Bundes kaum oder gar nicht kennt. Immerhin ist in den vergangenen Monaten oft darüber gesprochen worden. (mim)

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