Nebel um Infor-Strategie lichten sich

30. Januar 2008, 14:14
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Infor, dem weltweit drittgrössten Hersteller von ERP-Systemen, ist es an einer Kundentagung durchaus gelungen, eine konsistente Strategie aufzuzeigen. Doch man traf auch verunsicherte Baan-Anwender.

Infor, dem weltweit drittgrössten Hersteller von ERP-Systemen, ist es an einer Kundentagung durchaus gelungen, eine konsistente Strategie aufzuzeigen. Doch man traf auch verunsicherte Baan-Anwender.
Es dürfte wohl selbst professionellen Beobachtern der ERP-Szene schwer fallen, alle Produkte aufzuzählen, die Infor in den letzten Jahren übernommen hat. Mit dem Kauf von SSA Global (Baan) katapultierte sich der mit viel Risikokapital finanzierte Konzern endgültig in die Top-3 der weltweit grössten Hersteller von Business-Software.
Anwender von ERP-Systemen hassen es, wenn ihr Lieferant übernommen wird. Meistens wird die Betreuung schlechter, Spezialisten verlassen das Unternehmen und die Zukunft der für eine Firma so wichtigen zentralen Lösung wird unklar.
So war denn an einer Kundentagung von Infor in Deutschland deutliches Misstrauen seitens Baan-Anwendern zu spüren, während Anwender von Produkten, die schon länger zu Infor gehören ("Infor COM", "Infor Xpert", ...) deutlich gelassener und auch freundlicher der Ankündigungen des Konzerns harrten.
Infor-Geschäftsmodell wird klarer
Dem aus den USA eingeflogenen Topmanagement wie auch den lokalen Managern von Infor ist es in unseren Augen gelungen, eine konsistente Strategie und damit Perspektiven für die Anwender aufzuzeigen. Infor unterstützt die aufgekauften Lösungen auf unbestimmte Zeit (natürlich gegen Wartungsgebühr), baut allerdings Erweiterungen wie Werkzeuge für die Geschäftsanalyse oder Product Lifecycle Mangement (PLM) auf einer neuen Technologiebasis für alle Produkte. Die "alten" Lösungen werden sozusagen eingekapselt und am Leben erhalten - Kunden sollen den Zeitpunkt, an dem sie auf neue Technologien umsteigen, selbst bestimmen und dies auch Schritt für Schritt tun können.
Lesen Sie in unserem ausführlichen Feature-Beitrag wie die Infor-Bosse auf die Klagen der Baan-Anwender antworten, wie es mit Baan IV und V weitergehen soll und wie Infor-Topmanager wie Bruce Gordon (CTO - Foto) und Hermann Stehlik (Marketingchef Europa) im Gespräch mit inside-it.ch ihre Strategie erklären. (Christoph Hugenschmidt)
(Interessenbindung: Infor ist als "Partner" ein Werbekunde unseres Verlags. Einige Mitbewerber sind das aber auch.)

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