"Neo": Armee plant Telekom-Milliardenprojekt

24. April 2013 um 13:48
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Neun Milliarden Franken will das VBS ausgeben, um die Datenübertragung zu modernisieren. Die Finanzkontrolle ist skeptisch.

Neun Milliarden Franken will das VBS ausgeben, um die Datenübertragung zu modernisieren. Die Finanzkontrolle ist skeptisch.
Das Verteidigungsdepartement VBS will mehrere Milliarden Franken in ein neues Infrastruktur-Projekt investieren. Dies berichtet heute Radio SRF in der Sendung 'Rendez-vous'. Bis 2021 könnten dafür nach VBS-Schätzungen bis zu neun Milliarden Franken ausgegeben werden. Danach folgen noch weitere Investitionen. 2025 soll das Projekt abgeschlossen sein. Die neue Strategie der Schweizer Armee heisst "Neo".
"Die Datenübertragung erfordert neue Mittel. Wir kommen mit einiger Verzögerung jetzt auch im Militär dazu und werden in neue Technologien investieren", so Verteidigungsminister Ueli Maurer. Und weiter: "Wir gehen in der Armee-Telekommunikation jetzt vom Kupferdraht zum Breitband ab mobilen Standorten. Das ist eine neue Technologie, die erst entsteht", so der Bundespräsident. Mit der für 700 Millionen Franken beschafften Software FIS Heer (Führungsinformationssystem), die noch nicht einwandfrei funktioniert, soll das Ganze nicht im Zusammenhang stehen, heisst es beim VBS auf Anfrage.
Die Eidgenössische Finanzkontrolle, welche die IT-Projekte des Bundes mit Argusaugen betrachtet, warnt in der Sendung vor hohen Risiken in Bezug auf das Projekt. Zum Beispiel könne niemand voraussagen, wie sich Technologien über eine so lange Zeit entwickeln würden. Dass "Neo" riskant ist, sieht auch das VBS ein. Maurer spricht von "Entwicklungsrisiken". Man sei mit der Finanzkontrolle in engem Kontakt, um die Risiken zu vermindern. (mim)

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