Nestlé streicht massiv IT-Stellen in der Schweiz

29. Mai 2018, 09:00
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Der Nahrungsmittelmulti reorganisiert die globale Informatik. Bis zu 500 IT-Stellen werden in der Schweiz gestrichen.

Der Nahrungs­mittel­multi reorganisiert die globale Informatik. Bis zu 500 IT-Stellen werden in der Schweiz gestrichen.
Nestlé baut seine weltweite Informatik um. Man wolle besser vom bestehenden Technologiezentrum in Barcelona und anderen Standorten profitieren. Dies führe in den nächsten 18 Monaten zu einem Abbau von bis zu 500 IT-Stellen in der Schweiz, wie der Konzern heute mitteilt.
Die Reorganisation geschehe nach einer "gründlichen Überprüfung der globalen IT", heisst es weiter. Das Unternehmen wolle sich mit der Neuorganisation den Zugang zu breiter gefächerten digitalen Kompetenzen sichern und von Innovationen im IT-Bereich profitieren. Die Massnahmen würden ausserdem die operative Effizienz erhöhen, wie Nestlé schreibt.
Die Angestellten können die Pläne nun während einer Konsultationsphase kommentieren. Zudem erarbeite der Konzern Sozialpläne. Hinzu kämen Stellenangebote innerhalb des Unternehmens, Frühpensionierungen und Unterstützung bei der Stellensuche.
"Wir sind uns bewusst, dass dies für unsere Mitarbeitenden einen schwierigen Zeitabschnitt darstellt. Es liegt uns deshalb sehr daran, gegenüber allen Respekt und Wertschätzung zu zeigen. Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Unterstützung anbieten zu können und die Auswirkungen auf unsere Kolleginnen und Kollegen zu mildern", sagt Peter Vogt, Group Head of Human Resources und Mitglied der Konzernleitung.
Die Kaffeekapsel-Tochter Nespresso ihrerseits plant dedizierte Zentren in Spanien und Portugal und will bereits bestehende Nestlé-Hubs für den Onlinehandel und die Lieferketten nutzen.
Nestlé bleibe mit dem Heimstandort Schweiz verbunden. Die Produktionsstandorte in der Schweiz seien von der Reorganisation nicht betroffen. Die Zahl der Angestellten in der Schweiz stieg gemäss Mitteilung zwischen 2013 und 2017 von 6700 auf 10'100 an. Das Unternehmen habe im Inland umfangreich investiert. Zurzeit stärke es die zentrale Forschung und Entwicklung in Lausanne. 2018 plane der Konzern in der Schweiz Investitionen von rund 300 Millionen Franken. (kjo/sda)

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