NetApp attackiert das High-end

9. Mai 2006, 09:45
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Neue Konkurrenz für Lightning, Symmetrix und Co.?

Neue Konkurrenz für Lightning, Symmetrix und Co.?
NetApp arbeitet weiter daran, sich aus der NAS-Ecke zu lösen und den etablierten Konkurrenten auch im Markt für Fibre Channel-Speichernetzwerke Marktanteile abzujagen. Mit seinen bisher "high-endigsten" Produkten, der neuen FAS6000-Familie, möchte NetApp nun auch bei den High-end-Systemen, auf denen Kunden die Daten für grosse Oracle-, SAP- oder Microsoft-Enterprise-Applikationen lagern, neue Konkurrenzverhältnisse herzustellen. Das Ziel, so NetApp selbstbewusst, sei es, EMC und HP als Marktführer bei offenen Speichersystemen in Datenzentren abzulösen. (Den grossen OEM-Partner IBM erwähnt NetApp taktvollerweise nicht).
Die beiden Systeme der FAS6000-Familie, FAS6030 und 6070 (Bild), können bis zu einer maximalen Kapazität von 420 respektive 500 TB aufgerüstet werden. Wie bei neu herauskommenden Fibre Channel-Systemen heute üblich, unterstützen sie sowohl die 2Gbit- als auch die neue 4Gbit-Fibre Channel-Technologie und bieten auch iSCSI-Konnektivität. Ausserdem können sie auch über bis zu 16 Gigabit-Ports als Network Attached Storage direkt an ein Ethernet-Netzwerk angeschlossen werden. Gemäss US-Listenpreis kosten die Systeme in der Grundausstattung mit 1 TB Speicherkapazität 131'600 respektive 196'225 Dollar.
Auf der Softwareseite sind sie unter anderem mit einer neuen "Manageability"-Software-Suite von NetApp ausgerüstet, welche die Datenverfügbarkeit, die Produktivität und die mögliche Auslastung der Storage-Ressourcen verbessern soll. Als Argument gegen die Konkurrenz wird vor allem die gemäss NetApp einfachere Verwaltung sowie flexiblere und simplere Aufrüstbarkeit der NetApp-Systeme ins Feld geführt. Anders als zum Beispiel EMCs Symmetrix, so NetApp, seien die FAS6000-Systeme modular aufgebaut, was es einfacher mache, sie den Storage-Bedürfnissen eines Kunden genau anzupassen.
Darüber, wo genau die neuen NetApp-Systeme in der Konkurrenzlandschaft im SAN-Geschäft zu positionieren sind, sind sich allerdings nicht alle Beobachter einig. Während NetApp wie erwähnt die FAS6000er-Familie mit EMCs Symmetrix-High-end-Array vergleicht, siedelt sie Stephanie Balaouras, eine Analystin des renommierten Marktforschungsinstituts Forrester Research, eher im Mid-range-Bereich an. "Dies wird es Network Appliance ermöglichen…von Kunden regelmässiger in die Endauswahl für Mid-tier-Arrays aufgenommen zu werden, zusammen mit Systemen wie Dell/EMCs CX-Serie, HPs Enterprise Virtual Array 8000 und IBMs DS4800", erklärte sie in einem Gespräch mit der 'Network World'.
IBM, so schreibt die 'Network World' übrigens weiter, werde die FAS6000-Systeme wahrscheinlich als OEM-Partner von NetApp ebenfalls in sein Sortiment aufnehmen und unter einer eigenen Produktbezeichnung vertreiben. (Hans Jörg Maron)

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