NetApp: Neue Lizenzmodelle für Datenreplikation

26. Juni 2007, 08:48
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Replikation und Cloning in gemischten Umgebungen pro TB bezahlen, Migration pro Woche oder Monat.

Replikation und Cloning in gemischten Umgebungen pro TB bezahlen, Migration pro Woche oder Monat.
Der Storage-Spezialist Network Appliance baut weiter an seinem Software-Portfolio, und löst es auch teilweise von der engen Anbindung an die eigene Hardware. Letzteres gilt insbesondere für die Datenreplikationssuite "ReplicatorX".
"ReplicatorX" ist die neue Version der "Data Protection Suite" (TDPS) der letztes Jahr von NetApp übernommenen Firma Topio. NetApp bietet die Lösung nun in drei Formen an, für Disaster Recovery, Datenmigration und das Klonen von Daten für Test und Entwicklung. Ausserdem gibt es eine Speziallizenz für Service Provider.
Die Lizenzen werden unterschiedlich abgerechnet: Bei den Paketen für Disaster Recovery und Cloning bezahlen die Kunden je nach der Menge der replizierten Daten. Für die Datenmigration erwirbt man die Lizenz auf Zeit (Pro Woche oder Monat). Die Funktionalitäten sind dabei jeweils schon in der Software vorhanden, aber nicht alle frei geschaltet. Wer also zum Beispiel ReplicatorX für die kontinuierliche Replikation verwendet und später auch eine zeitlang eine Lizenz für eine Migration auf ein neues System braucht, muss keine neue Software installieren.
"ReplicatorX" ist gemäss NetApp einerseits distanz- und andererseits völlig systemunabhängig, sowohl was die Hersteller der involvierten Quell und Ziel-Storage-Systeme als auch die verwendeten Betriebssysteme angeht. Beim Betrieb eines Zweitrechenzentrums für die Gewährleistung des IT-Betriebs im Katastrophenfall muss der Kunde daher, wenn er sich dafür entscheidet, in einem Reserve-RZ nicht die gleichen Speichersysteme verwenden, wie im Primär-RZ. Dies eröffnet zum Beispiel die Möglichkeit, im Reserve-RZ kostengünstigere Arrays zu verwenden und auf ein einziges Speichersystem zu konsolidieren. NetApp sähe es natürlich gerne, wenn dafür NetApp-Systeme verwendet würden - im Prinzip könnte "ReplicatorX" aber auch ganz ohne NetApp-Hardware eingesetzt werden.
Manageability-Suite
NetApp hat auch den Funktionsumfang einiger der Tools der "Manageability"-Softwarefamilie für da Speichermanagement auf NetApp-Plattformen erhöht. So gibt es "SnapManager" nun auch für SAP und SharePoint 2007. Und mit "SnapDrive", der Software für Server/Storage-Management unter Windows, Linux und Unix, kann neu den Servern Speicherplatz automatisch zugewiesen, die Grösse von LUNs auf über 2 Terabyte ausgedehnt und mit der neuen Funktion "Volume Restore" komplette Volumes auf einmal zurückgesichert werden. Ausserdem beherrscht die Windows-Version 5.0 von SnapDrive nun "Thin Provisioning" (Den Volumes kann mehr Platz zugeordnet werden, als physisch vorhanden ist) sowie die Funktion "Space Reclaimer": Löscht ein Server Daten in einer LUN, kann dieser Platz ohne Reorganisation des Windows-Datenspeichers von anderen LUNs belegt werden. (Hans Jörg Maron)

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