NetApp: Virtual Tape Libraries mit "Eigeninitiative"

9. Februar 2006, 14:58
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Network Appliance hat seine neuen NearStore VTL-Modelle mit "Self Tuning"-Technologie ausgestattet.

Network Appliance hat seine neuen NearStore VTL-Modelle mit "Self Tuning"-Technologie ausgestattet.
Network Appliance hat zwei neue harddiskbasierte Virtual Tape Libraries (VTLs) herausgebracht. Immer mehr Unternehmen integrieren Harddisk-basierte Systeme in ihre Backup-Konzepte, wenn auch heute noch zumeist als "Zwischenschritt" in einer Disk-to-Disk-to-Tape-Architektur. Der Vorteil der "virtuellen" Tape Libraries, bei denen die Daten in Wirklichkeit auf Harddisks gespeichert werden, liegt darin, dass sie sich gegenüber den Servern als normale Tape-Systeme tarnen. So können ohne grossen Aufwand in bestehende Backup-Konzepte integriert werden. Vorhandene Backup-Software und Tape Libraries können oft weiterverwendet werden.
Das VTL-Konzept existiert nun aber auch schon einige Jahre. Was bringen die neuen NetApp-Modelle? "Die wichtigste Neuerung", so meinte Remo Rossi, Chef der Schweizer Niederlassung des Storage-Herstellers im gespräch mit inside-it.ch, "ist sicher die 'Self-Tuning'-Technologie, die wir in die neuen VTLs eingebaut haben."
Diese Technologie sorgt gemäss Rossi für einen geringeren Verwaltungsaufwand und verbessert gleichzeitig die Performance und die Speicherausnützung. Dafür werden zum Beispiel die Datenströme kontinuierlich überwacht und Lasten automatisiert ausgeglichen. Backup-Jobs werden kontinuierlich und ortsunabhängig auf die verfügbaren Systemressourcen verteilt. Durch die "Tape Smart Sizing"-Technologie berücksichtigt die VTL ausserdem selbsständig die Kompressionsrate der physischen Tape-Drives für eine spätere Endlagerung der Daten auf Tapes und passt die Grösse des virtuellen Tapes daran an. Dies soll den Ausnutzungsgrad bei Back-up auf physische Tapes um bis zu 50 Prozent erhöhen können.
Die beiden neuen NetApp-VTL-Modelle "NearStore VTL600" (Bild) und "NearStore VTL1200" sind ab sofort erhältlich. Sie unterstützen Backup-Softwarelösungen von BakBone, CA, CommVault, HP, Legato, Symantec, Syncsort und Tivoli. Sie sind kompatibel zu Tape Libraries von ADIC, IBM, Quantum und STK sowie zu Primärspeichern von EMC, Hitachi und IBM.
Beide Modelle bieten denselben Funktionsumfang. NearStore
VTL600 kostet ab 101.345 Euro. VTL1200 bietet mit bis zu 512 virtuellen Bibliotheken, 3000 virtuellen Laufwerken und 20'000 Bändern die doppelte maximale Kapazität und ist für ab 151'354 Euro erhältlich. (Hans Jörg Maron)

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