Netop kauft Schüpbachs GenevaLogic

12. Juni 2008, 14:30
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Der dänische Softwarehersteller macht Langenthal zu seinem Zentrum für Software für den Bildungsmarkt.

Der dänische Softwarehersteller macht Langenthal zu seinem Zentrum für Software für den Bildungsmarkt.
Der vor allem für seine Fernwartungssoftware "NetOp Remote Control" bekannte börsenkotierte dänische Softwarehersteller Netop (früher Danware) hat das Langenthaler Softwareunternehmen GenevaLogic übernommen. GenevaLogic beschäftigt momentan in den Niederlassungen in Langenthal und Portland, USA rund 50 Mitarbeitende, wie uns Verwaltungsratspräsident Peter Schüpbach (Foto) erklärte.
Das bestehende Management wird gemäss Schüpbach an Bord bleiben, auch wenn sich die Positionen nach der Übernahme teilweise ändern würden. In Bezug auf die Mitarbeitenden generell wolle man nun möglichst schnell die Überlappungen auf beiden Seiten identifizieren. Stellenstreichungen würden aber keinesfalls in grosser Anzahl anstehen und könnten bei beiden Firmen geschehen.
Falls Ihnen der Name Peter Schüpbach bekannt vorkommt, ist das kein Wunder: Er war 1986 Mitgründer und zehn Jahre lang CEO des bekannten Langenthaler ERP-Herstellers Miracle Software, der im Jahr 2000 Konkurs ging. 2001 wurde Schüpbach Verwaltungsratspräsident von GenevaLogic und zwischen 2001 und 2006 leitete er das Unternehmen auch als CEO.
GenevaLogic ist auf sogenannte Klassenraum-Management-Software (Kernprodukt "Vision") spezialisiert, mit der Lehrer und Ausbilder die Computeraktivität von Schülern über den Bildschirm anleiten und beaufsichtigen können - die Technologie hat also grundsätzliche Ähnlichkeit mit Fernwartungstechnologie. Netop hat neben dem Bereich Desktop-Management auch bereits einen Geschäftsbereich Netop Education, zu dem GenevaLogic neu hinzukommt.
Gemäss Schüpbach wird Netop nun sein Kompetenzzentrum für den Bereich in Langenthal, wo bereits jetzt die GenevaLogic-Produkte entwickelt wurden, ansiedeln. Netop habe GenevaLogic unter anderem aufgrund der Stärke seiner Produkte übernommen, und diese würden daher natürlich weiterentwickelt, nach der Übernahme sogar mit zusätzlichen Ressourcen. Man habe "einige aufregende Sachen" in der Pipeline. Längerfristig sei eine Zusammenführung der Produktpaletten der beiden Unternehmen geplant. (Hans Jörg Maron)

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