Netzüberlastung durch Smartphones befürchtet

11. Februar 2011, 16:43
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"Netze ausbauen!", sagt die ITU.

"Netze ausbauen!", sagt die ITU.
Die International Telecommunication Union (ITU) fordert die Telekom-Behörden der ihr angeschlossenen Länder mit Nachdruck auf, dafür zu sorgen, dass die Netze für mobile Breitbandkommunikation zügig ausgebaut werden. ITU-Generalsekretär Hamadoun Touré erklärte dazu, der beschleunigte Ausbau von Glasfasernetzen sei ein dringendes Erfordernis, ebenso wie die Erweiterung des Bandbreitenspektrums, damit drohende Netzwerk-Engpässe vermieden werden können.
Die ITU betont, bereits heute beanspruchten Smartphone-User fünf Mal mehr Datenkapazität als die Benutzer herkömmlicher Mobiltelefongeräte. Dazu wird vorausgesagt, bis im Jahr 2015 werde die Zahl der weltweiten Smartphone-Anwender von heute etwa 500 Millionen auf nahezu zwei Milliarden ansteigen.
"Mobilfunknetz-Betreiber haben schon Milliarden in die Aufrüstung, Kapazitätserweiterung und Leistungsfähigkeit ihrer Netze investiert, doch in Grossstädten mit hoher Nutzerdichte, wie etwa San Francisco, New York und London, werden die Teilnehmer bereits zunehmend durch mangelnde Netzverfügbarkeit frustriert."
"Robuste nationale Breitband-Pläne zur Steigerung der Bandbreitenspektren sowie ein beschleunigter Roll-Out sind unabdingbar zur Unterstützung der steigenden Zahl datenintensiver Applikationen", erklärte ITU-Generalsekretär Tourè. Nach ITU-Erhebungen haben zurzeit weltweit 98 Länder Breitband-Pläne verabschiedet, und diese Zahl soll im Lauf des Jahres noch steigen.
Mobile Breitbandkommunikation ist zunehmend das Medium der Wahl für hunderte von Millionen potentieller Handy-Benutzer in vielfach schwach besiedelten Entwicklungsländern, für welche eine flächendeckende Festnetz-Infrastruktur unerschwinglich wäre. Die ITU schätzt, dass die Anzahl der mobilen Breitband-Abonnenten schon im Frühjahr 2011 eine Milliarde erreichen werde. Heute sind rund 90 Prozent der Landoberfläche der Erde durch Mobiltelefonsignale abgedeckt und es ist klar, dass die Mobiltelefonie vor allem in ärmeren Ländern ein Schlüsselmedium der Kommunikation und damit der wirtschaftlichen Entwicklung darstellt. Denn 73 Prozent der Mobiltelefonie-Abonnente entfallen auf die Dritte Welt. (Gregor Henger)

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