Netzwerkausrüster NSN bleibt unter Druck

29. Oktober 2013, 14:22
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Der Telekomausrüster Nokia Solutions and Networks (NSN) befindet sich weiterhin in der Krise.

Der Telekomausrüster Nokia Solutions and Networks (NSN) befindet sich weiterhin in der Krise. NSN gehört seit dem Rückzug von Siemens mittlerweile zu Nokia, doch der Umsatzrückgang geht weiter: Im soeben abgeschlossenen Dreimonatsabschnitt sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Immerhin konnte NSN dank Kostensenkungsmassnahmen die operative Marge von 5,2 auf 6,4 Prozent verbessern.
NSN konnte sich im LTE-Bereich mit höheren Umsätzen verbessern, allerdings sanken die Umsätze mit Ausrüstungen für 2G- und 3G-Netze. Das ist durchaus gewollt, verabschiedet sich NSN doch aus unprofitablen Geschäften wie Ausrüstungen für WiMax-Netze, um sich auf das mobile Breitband zu konzentrieren.
Vergangene Woche hatte der Hauptkonkurrent von NSN, Ericsson, seine Zahlen präsentiert. Weil weniger in den Ausbau von mobilen Infrastrukturen investiert wird, sank der Umsatz um 3 Prozent. Dennoch konnte Ericsson beim Nettogewinn um rund ein Drittel Prozent zulegen.
Nokia verzeichnet derweil im Handy-Geschäft, das ab Frühjahr 2014 zu Microsoft gehört, Fortschritte. Der Lumia-Absatz stieg im Vergleich zum Vorquartal um 19 Prozent auf 8,8 Millionen Geräte. Auch im Geschäft mit klassischen Handys setzte Nokia mit einem Plus von vier Prozent auf 55,8 Millionen Stück etwas mehr ab. Trotzdem sank der Umsatz in der Handysparte um 19 Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro. Der operative Verlust reduzierte sich auf 47 Millionen Euro nach 252 Millionen im Vorjahr. (mim)

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