Neue AHV-Verwaltungssoftware führt zu Problemen

6. August 2010 um 16:04
  • e-government
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Kassen haben Aufwand für Einführung von "Akis/Net" unterschätzt.

Kassen haben Aufwand für Einführung von "Akis/Net" unterschätzt.
Die Einführung der neuen Verwaltungssoftware "Akis/Net" führt offenbar bei einigen Ausgleichskassen zu Problemen. Wie die 'Basler Zeitung' (BAZ) berichtet, kommt es in verschiedenen Fällen zu einer massiv verzögerten Auszahlung von Altersrenten. Zwar sollte "Akis/Net" die Administration vereinfachen, da es den Nutzer durch die gesamten anfallenden Prozesse führen soll. Doch das Programm sei nicht ganz so "bequem" wie sein Vorgänger, sagt Peter Breidenbach, Geschäftsführer der IG Akis, einer Genossenschaft, die Software für 42 verschiedene Ausgleichskassen beschafft. Einige Kassen hätten den Aufwand für die Umstellung wohl unterschätzt.
Die Umstellung laufe seit April, seither wird "eine Kasse nach der anderen umgestellt", so Breidenbach weiter. Die Mehrheit sei inzwischen umgestellt. Mehr als 40 Ausgleichskassen würden inzwischen mit der neuen Software arbeiten. Insgesamt würden 37 Prozent der Schweizer von diesen betreut. Auf die Probleme angesprochen, sagt Breidenbach, dass es viele Gründe dafür gebe, auch "konzeptionelle" Gründe will er nicht ausschliessen. Man versuche nun aber, die Mitarbeitenden der Ausgleichskassen besser auszubilden.
Auch der Softwarehersteller, die Berner Mathys & Scheitlin räumt gegenüber der Zeitung ein, dass es Probleme gäbe. Beim Gros der Ausgleichskassen laufe die Software jedoch gut, sagt Hans Jörg Scheitlin. Bei vier kleineren Kassen verlaufe die Einführung aber "ruppig". (bt)

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