"Neue Arbeits- und Denkweisen"

11. März 2011, 14:27
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SAP veröffentlicht Roadmap für Produkte, in denen die In-Memory-Technologie verwendet wird. "Komplett neue Anwendungen, die vor der Erfindung des In-Memory-Computing undenkbar gewesen wären."

SAP veröffentlicht Roadmap für Produkte, in denen die In-Memory-Technology verwendet wird. "Komplett neue Anwendungen, die vor der Erfindung des In-Memory-Computing undenkbar gewesen wären."
Begriffe wie "revolutionär" oder "disrupting" werden von Markting-Leuten viel zu oft verwendet. Doch für die von SAP-Mitgründer Hasso Plattner propagierte In-Memory-Technologie könnten sie zutreffen. Denn, weil man mit In-Memory-Datenbanken viel grössere Datenmengen viel rascher durchforsten und analysieren kann, sind nicht nur neue Produkte vorstellbar, sondern auch neue Management-Methoden.
SAP teilt die vorgestern an einem Anlass in Boston vorgestellten neuen, auf In-Memory-Technologie beruhenden Lösungen in zwei Kategorien ein. Einerseits völlig neuartige Lösungen, andererseits Produkte, die die bestehenden SAP-Landschaften nur ergänzen.
"What-if"-Szenarien für jedermann und in Echtzeit
Hier einige Beispiele der diese Woche vom deutschen ERP-Riesen angekündigten, neuartigen Lösungen:
Mit 'Sales and Operations Planning' sollen Verkaufs- und Marketingabteilungen zusammen mit Produktion und Finanzern die finanziellen Auswirkungen von Plänen ermitteln und Lieferszenarien in Echtzeit abbilden. Und man soll aufgrund von Bewegungsdaten Simulationen und What-if-Szenarien anschauen können.
Ein 'Intelligent Payment Broker' soll das Aushandeln von Verträgen zwischen Handelspartnern unterstützen, weil man aktuelle und historische Daten in Sekunden analysieren kann. So kann man in Echtzeit ermitteln, welche Auswirkungen Finanzierungskonditionen auf die Liquidität (des Kunden oder Anbieters) haben können.
Ebenfalls noch dieses Jahr soll 'Smart Meter Analytics' für Versorgungsunternehmen erhältlich werden. Mit diesem Tool wird man Zählerablesungen analysieren können. Die geplanten 'Smart Meter' werden, da sie millionenfach laufend Daten anliefern werden, riesige Datenmengen anhäufen, die auszuwerten eine Herausforderung sein wird.
Einfachere Architekturen?
SAP glaubt, dass die In-Memory-Technologie, samt den vom Hersteller entwickelten Appliances (SAP HANA), zu einer vereinfachten IT-Landschaft führen werde. Denn Prozesse wie Daten-Caching, Aggregation oder Hintergrundverarbeitung braucht es nicht mehr und man wird weniger Harddisk-basierte Storage brauchen. Die Grenzen zwischen operativen und analytischen Anwendungen sollen verschwinden. "Die Lösungen der Zukunft werden unsere Arbeits- und Denkweisen verändern," wird SAP-CTO Vishal Sikkal in einer Pressemitteilung zitiert. (Christoph Hugenschmidt)

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