Neue Arbeitsmodelle würden Ingenieurinnen fördern

29. November 2016, 16:34
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Bei den Arbeitsbedingungen müssten Arbeitgeber ansetzen, wenn sie ernsthaft mehr Frauen in Ingenieurberufe holen würden.

Bei den Arbeitsbedingungen müssten Arbeitgeber ansetzen, wenn sie ernsthaft mehr Frauen in Ingenieurberufe holen würden. So das Fazit einer Studie des Ingenieursverbands IngCh.
Die Kernzahlen aus "Arbeits- und Fachkräftesituation in Ingenieurberufen": Nur gerade 16 Prozent der Ingenieure, mitgemeint sind Heizungsingenieure wie Informatikingenieure, sind weiblich. Und das ist im Branchenvergleich der Schlussplatz.
Die IT-Branche kann in der Studie nicht separat ausgewertet werden, aber was man aus anderen Quellen weiss, ist noch extremer. Der Frauenanteil ist in der IT nämlich noch niedriger: Nur gerade zehn bis 13 Prozent beträgt er laut einer diesjährigen Studie von ICT-Berufsbildung Schweiz.
Woran krankt's laut den Forschern? Es gebe viel zu wenig Teilzeitstellen – nur 15 Prozent im Ingenieurswesen, statt 37 Prozent wie im Rest der Wirtschaft. Und es gebe zu wenig Home Office in der Arbeitszeit.
Nur an den Arbeitsmodellen kann der Frauenmangel in der IT kaum begründet werden. Denn Frauenmangel gibt es auch in namhaften IT-Firmen mit fortschrittlichen Arbeitsbedingungen samt Teilzeit- und Home Office-Angeboten. Auch die laut Verband swissICT nur marginalen geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede in der Branche haben bislang keine Frauen in die Informatik gelockt.
Gut vergleichbar sind die Informatikingenieursberufe mit allen anderen Ingenieursberufen in Sachen "gläserner Decke": Im Kader und Topkader sind Ingenieure überall selten vertreten, nur gerade acht Prozent von ihnen schaffen es über alle Branchen hinweg in die Unternehmensleitung. Immerhin steigt die Anzahl von Ingenieuren im Topkader leicht an. Frauen sind entsprechend noch seltener zu finden.
(Marcel Gamma)

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