Neue Bezahl-App fürs Postauto-Billet

19. April 2016, 11:47
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Postauto Schweiz will den Zugang zum öffentlichen Verkehr vereinfachen: Das Transportunternehmen testet in Sitten das bargeldlose Ticket-System CIBO ("Check-in", "Be-out").

Postauto Schweiz will den Zugang zum öffentlichen Verkehr vereinfachen: Das Transportunternehmen testet in Sitten das bargeldlose Ticket-System CIBO ("Check-in", "Be-out"). Das System funktioniert mit der bereits existierenden Infrastruktur, nämlich dem Wi-Fi respektive dem drahtlosen Internet in den Postautos gemeinsam mit den Smartphones der Fahrgäste.
Über die CIBO-App von Postauto Schweiz checkt der Fahrgast beim Einsteigen in den Bus ein. Beim Aussteigen stellt das System im Postauto automatisch fest, dass das Smartphone des Fahrgastes nicht mehr im Wi-FI-Netz ist und registriert dies. Die Erfassung der Reise während der Fahrt und die nachträgliche Preisberechnung erfolgen automatisch. So erhalten die Fahrgäste gemäss Mitteilung immer den günstigsten Preis für die zurückgelegten Fahrten.
Rechnung am Ende des Monats
Für die zurückgelegten Fahrten im Postauto erhält der Fahrgast am Ende des Monats eine Rechnung. Dabei profitiert er auch davon, dass in einem sogenannten Bestprice-Verfahren aus der Summe seiner Fahrten der günstigste Preis berechnet wird. So fährt er beispielsweise sechsmal die gleiche Strecke mit dem Bus und zahlt dafür eine Mehrfahrtenkarte zum Preis von etwa fünf Fahrten.
Um den Datenschutz zu gewährleisten seien die Nutzungs- (Reise) und die Nutzerdaten (Adresse) getrennt und werden nur zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung zusammengeführt. Zudem gelte das Opt-In-Verfahren: Kunden können ihre Einwilligung geben, falls ihre Daten für Marketingzwecke verwendet werden dürfen.
Projekt des Mobility Labs
Postauto Schweiz erprobt das Pilotprojekt zusammen mit dem sogenannten Mobility Laboratorium (Mobility Lab, das 2014 vom Kanton Wallis, der Stadt Sitten, der ETH Lausanne, der Hochschule Wallis und der Schweizerischen Post gegründet wurde. Das CIBO-Projekt wird bis Ende Juli in den Fahrzeugen des Stadtnetzes von Sitten sowie auf der regionalen Buslinie Sitten-Martigny durchgeführt. Die Partner waren auch an den autonomen Shuttle-Bussen beteiligt, die Ende letzten Jahres in Sitten getestet wurden. (sda/kjo)

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