Neue Cisco-Offensive im Collaboration-Markt

24. September 2008, 09:40
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Cisco nimmt mit "WebEx Connect", einer "Collaboration als Service"-Plattform, einen neuen Anlauf, um den Platzhirschen Marktanteile abzujagen.

Cisco nimmt mit "WebEx Connect", einer "Collaboration als Service"-Plattform, einen neuen Anlauf, um den Platzhirschen Marktanteile abzujagen.
Einen Tag nach Oracle startet mit Cisco eine weiterer IT-Riese eine neue Offensive im Unified-Communications- und Collaboration-Markt. Cisco versucht schon seit Jahren, mit Unified-Communications-Produkten mehr als nur ein reiner Hardwarehersteller im Kommunikationsmarkt zu sein. Nun nimmt der Netzwerkriese mit "WebEx Connect", einer kompletten Kollaborationsplattform, einen neuen Anlauf.
WebEx Connect soll heute im Laufe des Tages offiziell lanciert werden, Details dazu sind aber schon auf der Cisco-Website ersichtlich. WebEx Connect basiert auf dem Kommunikationsservice der von Cisco 2007 übernommenen Firma WebEx. Das ganze wird als Online-Service angeboten, auf den User über einen Client auf ihrem PC zugreifen. Er bietet Funktionen wie Chat, Online-Meetings, Telefon- und Video-Gespräche und -Konferenzen, Kalender, Aufgabenlisten und Workspaces, wo Teams Files austauschen und gemeinsam bearbeiten können. Gemäss 'Wall Street Journal' will Cisco einen Fixpreis von 7 Dollar Pro User und Monat verlangen.
Da es sich um "Software-as-a-Service" handelt, können sich Unternehmen mit WebEx Connect mit wenig Startaufwand eine Kollaborationsplattform aufbauen, die sowohl für die interne als auch die externe Kommunikation benützt werden kann. Sicherheitsrichtlinien und Berechtigungen für User auf "beiden Seiten der Firewall" können dabei für Individuen und Gruppen zentral verwaltet werden.
Integration mit Vor-Ort-Applikationen
Zusätzlich führt Cisco die Flexibilität der Plattform als Verkaufsargument ins Feld. Sie basiert auf SOA- und XML-Standards und die APIs können von Drittunternehmen, sowohl Kunden als auch Softwareentwicklern, frei benützt werden. Unter anderem sollen die Clients und Workspaces über sogenannte Widgets, individuell angepasst werden, zum Beispiel mit Maillisten, Wikis, Blogs usw. Einige Widgets hat Cisco bereits vorgefertigt, zusätzliche Widgets werden von Drittunternehmen entwickelt. Gemäss Cisco sind bereits rund 100 Softwareentwickler damit beschäftigt.
Laut Cisco ist auch die Integration von anderen Online-Services und Unternehmensapplikationen, die vor Ort betrieben werden, über sogenannte "Mash-Ups" vergleichsweise einfach. So sollen sich integrierte Spezialapplikationen typischerweise in "Wochen statt Monaten" entwickeln lassen. Als Beispiel bringt Cisco unter anderem ein "virtuelles Schulzimmer", das ein US-Pilotkunde entwickelt hat. WebEx Connect übernimmt dabei die Userverwaltung, so dass die Anwender, basiert auf ihrer Rolle, nur die Informationen aus anderen Applikationen sehen, die sie brauchen: Schüler sehen so ihre Stundenpläne, Hausaufgaben und Materialien und anderes während Lehrer Zugriff auf Formulare, Noten, Präsenzinformationen usw. haben. (hjm)

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