Neue Drucker, neue PCs von HP

2. November 2012 um 07:41
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Der Weg zum Turnaround bei Hewlett-Packard führt über erneuerte Drucker- und PC-Linien.

Der Weg zum Turnaround bei Hewlett-Packard führt über erneuerte Drucker- und PC-Linien.
Meg Whitman, CEO von Hewlett-Packard, plant einen langfristigen Umbau des traditionsreichen IT-Konzerns. Das hat die ehemalige eBay-Managerin vor einem Monat klargemacht. In der Zwischenzeit muss das Geschäft aber vorangetrieben werden, und so hat HP nun erstmals seit sieben Jahren seine Multifunktionsgeräte-Flotte erneuert. Ausserdem hat HP neue Computer mit Windows 8 auf den Markt gebracht. Drucker und PCs sind bei HP neuerdings Teil der gleichen Sparte.
70 Seiten pro Minute mit Inkjet
Zu den Multifunktionsgeräten (MFP): HP möchte mit neuen Tintenstrahl-Modellen ältere Lasergeräte in den Unternehmen ersetzen. Das Geschäft mit Druckern ist für HP wichtig, denn hier wird ein grosser Teil des Umsatzes generiert. Gleichzeitig entwickelt sich zurzeit der Trend, dass Private und Unternehmen weniger Dokumente drucken, weil diese vermehrt auf mobilen Geräten vorhanden sind. HP möchte nun mit neuen MFPs Terrain zurückgewinnen und gegenüber Mitbewerbern wie Canon, Xerox, Konica Minolta oder Ricoh zulegen.
Wie US-Medien berichten, sollen die neuen Geräte um die 3000 Dollar kosten. Sie erlauben es, bequem per Smartphone oder Tablet zu drucken. Die neuen Officejet Pro X mit sogenannter PageWide-Technologie drucken Dokumente mit einer Geschwindigkeit von 70 Seiten pro Minute. Ausserdem hat das Unternehmen auch zwei neue LaserJet-Pro-Serien lanciert: LaserJet Enterprise flow MFP M525c und HP LaserJet Enterprise color flow MFP M575c. Die Geräte können mit Content Management Software basierend auf Lösungen der HP-Tochter Autonomy integriert werden. Genaue Preise und Verfügbarkeiten hat HP noch nicht genannt. Es dürfte Frühjahr werden, bis die Geräte auf den Markt kommen.
Ultrabooks, Tablets, Desktops...
Was die neuen Computer betrifft, hat HP hingegen marktreife Geräte vorgestellt: Die neuen Desktop-PCs, Notebooks und Tablets basieren gemäss HP-Mitteilung "auf einer Designphilosophie, welche sich im unverwechselbaren Look-and-Feel der HP-Systeme manifestiert".
So gibt es zum Beispiel das Hybrid-Modell HP Envy x2 (Foto): Ein 11,6-Zoll-Notebook, das auch als Tablet verwendet werden kann. HP betont, dass das Gerät im Unterschied zu den meisten anderen Hybrid-PCs/Tablets das vollwertige Windows 8 vorinstalliert habe. Der Rechner ist voraussichtlich ab Dezember 2012 für 999 Franken erhältlich.
Mit dem HP SpectreXT TouchSmart springt HP auf den Ultrabook-Zug. Das Gerät mit 15,6-Zoll-Display ist nur 17,9 Millimeter dünn und das erste HP-Notebook mit der Thunderbolt-Technologie von Intel. Das HP-Ultrabook ist ebenfalls ab Dezember im Schweizer Handel erhältlich. Der Preis werde rechtzeitig vor dem Datum der Markteinführung bekannt gegeben, so HP. Schon bekannt ist hingegen der Preis des HP Envy TouchSmart Ultrabook 4. Das 14-Zoll-Gerät gibt es ab Ende November für 1'199 Franken
HP hat auch Consumer-Desktop lanciert, wie den HP Envy 23 TouchSmart AiO-PC für 1'599 Franken. Ausserdem gibt es das All-in-One-Gerät SpectreOne mit 23,6-Zoll-Full-HD-Bildschirm ab Ende November als Limited Edition und ab Februar 2013 zu einem Preis ab 1'499 Franken in grösseren Stückzahlen. Ein weiteres All-in-One-Gerät ist der HP Pavilion 23, der schon heute ab 999 Franken erhältlich ist. Der Desktop-PC HP Envy Phoenix h9 ist ebenfalls ab sofort zu einem Preis ab 1'699 Franken verfügbar.
Für Firmen lanciert HP das ElitePad 900, das kürzlich in Barcelona gezeigt wurde. Es sei ein "echtes Business-Tablet" schreibt HP. Für das Windows-8-Tablet mit "Jacke" gibt es aber noch immer keinen Preis. Schweizer Lancierungsdatum ist Januar 2013.
Ebenfalls an Firmen richtet sich das Ultrabook HP EliteBook Folio 9470m mit geschäftstauglichen Dockingmöglichkeiten und einem austauschbaren Akku. Der Rechner wird voraussichtlich im November zu einem Preis ab 1'799 Franken verfügbar sein. (mim)

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