Neue EU-Länder beleben IT-Markt

18. Oktober 2005, 10:09
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Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien und Spanien dümpeln dahin.

Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien und Spanien dümpeln dahin.
Das Marktforschungsinstitut, "European Information Technology Observatory" (EITO), hat die ursprünglichen Prognosen für den IKT-Markt (Informations- und Kommunikationstechnologien) in der Europäischen Union für 2005 und 2006 gesenkt. Demnach wird die Branche im laufenden Jahr nur um 2,9 Prozent auf 614 Milliarden Euro wachsen. 2006 soll mit 631,7 Milliarden Euro lediglich ein Plus von 2,8 Prozent erreicht werden.
Anfang 2005 rechnete das EITO noch mit Wachstumsraten von 4 Prozent für 2005 und 3,8 Prozent für 2006. Die Gesamtwirtschaft habe sich jedoch nicht so entwickelt, wie man es erwartet hatte, teile das Institut gestern mit. Besonders die "grossen" EU-Länder Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien und Spanien hätten sich nicht sehr positiv entwickelt. Hingegen entwickeln sich die neuen EU-Länder sehr gut. Manche Länder Mittel- und Osteuropas weisen zweistellige Zuwachsraten auf.
IT besser als Telekommunikation
Blickt man nur auf den IT-Markt, so ergibt sich eine positivere Prognose. Gemäss EITO soll er im laufenden Jahr mit einer Steigerung um 3,7 Prozent auf 290 Milliarden Euro erstmals seit Jahren stärker als die Telekommunikationsbranche wachsen. 2006 wird gar ein Wachstum von 4,2 Prozent erwartet. Auch hier sollen die neuen EU-Länder für Auftrieb sorgen. Polen wird beispielsweise für 2005 ein Wachstum von 17,1 Prozent zugeschrieben. In Ungarn und in der Tschechischen Republik beträgt das Wachstum mehr als 8 Prozent.
Innerhalb der IT-Branche zeigen Umsätze mit Software und Services eine steigende Tendenz. Die Software-Branche der EU soll 2005 um 4,8 Prozent wachsen und der Umsatz mit Services soll um 4,6 Prozent steigen. Dies ist offensichtlich ein Zeichen dafür, dass in Unternehmen der EU-Länder zunehmend Dienstleistungen ausgelagert werden.
Das EITO wird von der EU-Kommission und von der "Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" (OECD) unterstützt. (mim)

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