Neue Glasfaser-Allianz um EWZ

13. Dezember 2013, 15:49
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Das EWZ geht eine Zusammenarbeit ein - aber nicht mit dem Glasfaser-Verbund Swiss Fibre Net.

Das EWZ geht eine Zusammenarbeit ein - aber nicht mit dem Glasfaser-Verbund Swiss Fibre Net.
Der Stadtzürcher Energieversorger EWZ setzt sich mit dem Glasfaser-Netzbetreiber Gas&Com und dem Telekommunikations-Unternehmen Litecom ins Boot. Laut einer Medienmitteilung haben die drei Unternehmen eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsam Produkte zu entwickeln und glasfaserbasierte Unternehmensnetzwerke zu bauen und zu betreiben.
Das neue Bündnis lässt aufhorchen. Denn Anfang dieses Jahres wurde bereits ein nationaler Glasfaser-Verbund und Gemeinschaftsunternehmen Swiss Fibre Net gegründet - ohne den gewichtigsten Glasfaser-Akteur EWZ.
Damals hiess es, dass der Zürcher Energieversorger zwar bei den Projektvorbereitungen dabei war, dann aber nicht mitmachen wollte. Wie so oft ging es wohl darum, dass das EWZ mehr Einfluss haben wollte. Die Gespräche zwischen SFN und EWZ gingen aber weiter, hiess es von beiden Seiten.
Genau so wie heute. Sowohl das EWZ wie auch SFN wollen weiterhin miteinander im Gespräch bleiben - für eine Zusammenarbeit scheint es aber nicht zu reichen. Gegenüber inside-it.ch erklärt EWZ-Sprecher Harry Graf, dass die neue Kooperation nicht in Konkurrenz mit dem Glasfaser-Verbund SFN stehe. "Wir beobachten aber die Aktivitäten von Swiss Fibre Net genau. Für uns würde eine Teilnahme jedoch zum jetzigen Zeitpunkt keine Vorteile bringen, vielleicht in ein oder zwei Jahren." Man werde weiterhin im Gespräch bleiben.
Auch SFN-CEO Andreas Waber sagte auf Anfrage, der Verbund werde mit dem EWZ in Kontakt bleiben. Zu der neuen Kooperation wollte er sich nicht äussern.
Erste Ergebnisse Mitte 2014
Die neue Kooperation zwischen EWZ, Gas&Com und Litecom ist noch nicht genau definiert. Die Details werden zurzeit ausgearbeitet. "Die Kooperation zwischen den drei Unternehmen soll schlank organisiert sein und auf den bestehenden Ressourcen und Stärken der Partner aufbauen", heisst es in der Mitteilung. Zudem soll der Zusammenschluss die Erfolgschancen bei überregionalen und nationalen Ausschreibungen erhöhen.
Bis im Sommer 2014 soll die erste vermarktbare Lösung angeboten werden. (Linda von Burg)

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