Neue Gruppe will globale Leitlinien für Cyber­space schaffen

14. August 2017, 11:11
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Ein neu geformtes Team bestehend aus Rechtsanwälten, Akademikern, Führungskräften und Vertretern von Regierungen will Ordnung in die Cyber-Welt bringen.

Ein neu geformtes Team bestehend aus Rechtsanwälten, Akademikern, Führungskräften und Vertretern von Regierungen will Ordnung in die Cyber-Welt bringen. Die Global Commission for Stability in Cyberspace (GCSC) will ein paar einfache Regeln entwickeln, um zu verhindern, dass die steigende Zahl von Cyber-Angriffen irgendwann zu einem Krieg führt. Eine Aufgabe sei es, das bestehende Völkerrecht in den Cyber-Raum zu übertragen. Man plane Vorschläge für Normen und Richtlinien zu entwickeln, um die internationale Sicherheit und Stabilität zu verbessern. Man wolle dort einspringen, wo die UNO noch nicht eingegriffen habe.
Es sei dringend an der Zeit, gewisse Leitlinien zu erstellen. Regierungen auf der ganzen Welt bauen und nutzen digitale Tools, um Propaganda zu verbreiten oder um Angriffe durchzuführen, die "sehr nach konventionellen Kreigshandlungen aussehen", schreibt 'MIT Technology Review'. Der Cyber-Raum sei kein Dschungel und internationale Gesetze gelten, sagte Marina Kaljurand, GCSC-Präsidenting, laut der Publikation an einer Konferenz.
Zu den Partnern und Geldgebern der Kommission gehören Microsoft sowie die Regierungen der Niederlanden und von Singapur. Die GCSC wird weiter unterstützt von Estland, der Internet Society (ISOC), Black Hat sowie Packet Clearing House. Rund 40 Kommissare und Berater aus aller Welt gehören der GCSC an. Darunter neben der ehemaligen estnischen Aussenministerin Kaljurand, der frühere Interpol-Präsident Khoo Boon Hui oder Virgilio Almeida, der viele Jahre bei der Regierung Brasiliens für die Gesetzgebung rund um IT zuständig war. Weitere Mitglieder stammen aus der IT-Branche oder IT-Security-Forschung, wie etwa der ehemalige ICANN-Vorstand Wolfgang Kleinwächter oder der DEF-CON-Gründer Jeff Moss. (kjo)

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