Neue Heimat der offenen Infrastruktur gegründet

20. Oktober 2020 um 13:07
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Die Openstack Foundation gibt sich einen neuen Namen, ein neues Konzept und hat neue Platin-Mitglieder.

Die OpenStack Foundation, welche sich offener Infrastruktur widmet, hat diverse strategische wie inhaltliche Änderungen zu vermelden.
Erstens gibt sie sich einen neuen Namen und heisst neu Open Infrastructure Foundation (OIF), wie die Organisation mitteilt. Dies spiegle die breitere Mission und die Vielfalt der Community wider, denn man wolle ab sofort mehr als OpenStack Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Cloud abdecken.
Ein weiterer Grund sei, so COO Mark Collier, "dass die Gruppe sich von der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) der Linux Foundation unterscheiden kann, die einen Grossteil des gleichen Gebietes abdeckt".
Die neue OIF pflege nach wie vor die Zusammenarbeit mit anderen Open Source Communities wie Ansible, Ceph, Gerrit, Kubernetes, rust-vmm und anderen.
Sie wird getragen von 57 Gründungsmitgliedern und 100'000 Community-Mitgliedern in mehr als 187 Ländern, die aktiv mitarbeiten, wie es heisst. Stolz melden die Verantwortlichen, Openstack gehöre neben dem Linux-Kernel und Chromium "zu den Top-3 der am aktivsten entwickelten Open-Source-Software-Projekte der Welt".
Zum Relaunch kann die OIF auch 3 neue Platin-Mitglieder nennen: den chinesischen Konzern Ant Group sowie Fiberhome und Wind River.
Mit deren Unterstützung wolle man neue Open Source Communities für neue Use Cases auf die Beine stellen. Dazu gehören KI, beziehungsweise Machine Learning, Container-Infrastruktur, Edge-Computing, 5G sowie Public, Private und Hybrid Clouds.
Und nicht zuletzt startet die OIF ein Pilotprojekt namens "OpenInfra Labs": Das Projekt erleichtere es, Open-Source-Cloud-Projekte zu nutzen und zu betreiben, die aus einer Vielzahl von Open Source-Projekten erstellt wurden. OpenInfra Labs sei aus einem Use Case der Mass Open Cloud entstanden, welche die Boston University, Harvard, das MIT, Northeastern, UMass und Industriepartner verantworten.
Die bisherigen Projekte wie Airship, Kata Containers, OpenInfra Labs, Openstack, StarlingX und Zuul gehen unter dem neuen OIF-Dach weiter, ebenso das Magma 5G-Projekt von Facebook und Freedom Fi.
Die Mitglieder und die Community prognostizieren, dass "Open Infrastructure" ein auf 20 Milliarden Dollar wachsender Markt werde.

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