Neue ProLiant-Generation: Mehr Anpassbarkeit, tiefere Preise

2. September 2014, 12:55
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Die neue ProLiant-Generation rollt an.

Die neue ProLiant-Generation rollt an.
Wenn Intel neue Prozessoren für Server lanciert, ist dies auch der Startschuss für die grossen Serverhersteller, umgehend neue x86-Server-Generationen auf den Markt zu bringen. Intel wird seine neuen "Haswell"-Xeons nächste Woche am Developer Forum in San Francisco vorstellen. Dell, Lenovo und Cisco wollen im September ihre neuen Server-Lineups enthüllen.
HP hat bereits letzte Woche seine neue ProLiant-Generation 9 angekündigt, die ab dem 8. September weltweit in den Verkauf gelangen wird. Allerdings hielt sich HP dabei noch mit Details zurück - die genauen Produktspezifikationen und Preise werden erst nächste Woche bekannt gegeben.
Zur technischen Ausstattung verriet HP unter anderem, dass die neuen ProLiants die DDR4-Speicherarchitektur unterstützen werden. Dazu kommen schnellere Harddisk-Controller (12 Gbit/s) und schnellere Ethernet-Ports (bis 40 Gbit/s). Zusammen mit den neuen CPUs soll dies für eine deutlich höhere Leistung verglichen zu den Vorgängermodellen sorgen. Eine neue Generation der One-View-Management-Software soll zudem das gemeinsame Management von Computing-, Storage- und Netzwerkressourcen über ganze Serverflotten hinweg vereinfachen.
Die ProLiants der 9. Generation sollen in mehreren Wellen bis Mitte 2015 auf den Markt kommen, schon die erste Welle wird aber ein grosses Leistungsspektrum umfassen. HP hat vorerst acht neue Serverlinien angekündigt, vom 1U-Rackserver mit einer oder zwei CPUs über High-end-Rackmodelle und Blade-Server bis zum wassergekühlten Apollo 8000-Hochleistungssystem.
Weg vom "Einheitsserver"
Bisher waren ProLiants Allzweckserver, die als Arbeitstiere für viele verschiedene Aufgaben eingesetzt wurden, ohne dass die Hardwareplattform dafür stark angepasst wurde. Nun soll sich dies mit der Generation 9 anscheinend teilweise ändern. HP spricht in diesem Zusammenhang von einem "Workload-optimierten Design" der neuen Server. Wie sich dies genau in technischen Spezifikationen oder Software-Features ausdrückt, geht aber aus den uns zugänglichen Unterlagen nicht hervor. Auch gegenüber Pressevertretern verrieten HP-Leute bisher keine Details. Immerhin erklärte Vineeth Ram, HPs Vizepräsident für Servermarketing, gegenüber 'Datacenterdynamics', dass unter anderem Data-Warehousing- und Big-Data-Analyse-Applikationen Kandidaten für eine Workload-Optimierung seien.
Angriff im Tiefpreissegment
Peter Schrady, bei HP für das Rack- und Towerservergeschäft verantwortlich, betonte dagegen gegenüber 'The Register' einen anderen Aspekt. Die Generation 8 der ProLiant-Server, so Schrady, sei vor allem darauf ausgelegt worden, ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis am oberen Ende der Preisskala zu bieten: "Aber wir konnten damit nicht gut nach unten skalieren, und die Konkurrenz hat uns sozusagen von unten her aufgefressen." Mit der Generation 9 solle sich das nun wieder grundlegend ändern. Vor allem mit den neuen DL160- und DL180-Modellen könne man nun wieder tiefere Preispunkte anpeilen. (hjm)

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