Neuer BPO-Anlauf von SunGard

24. Februar 2015, 15:20
image

SunGard geht Partnerschaft mit InCore ein, um Privatbanken BPO anbieten zu können.

SunGard geht Partnerschaft mit InCore ein, um Privatbanken BPO anbieten zu können.
Der Bankensoftware-Hersteller SunGard bedient mit seiner Lösungssuite Ambit Private Banking hierzulande rund 30 Banken. Wollen diese auch ihre Prozesse auslagern, bieten sich ihnen aber kaum Möglichkeiten. Zwar hatte sich Oddo Services Schweiz auf Business Process Outsourcing (BPO) mit Ambit spezialisiert, doch das Angebot der Franzosen kam bisher in der Schweiz nicht wirklich gut an - mit der Folge, dass einige BPO-willige SunGard-Kunden zum Tessiner Banken-Outsourcer B-Source wechselten.
Nun hat SunGard die Transaktionsbank InCore als neuen BPO-Partner an Bord geholt, um den Banken die Auslagerung von Geschäftsprozessen zu erleichtern. InCore-Chef Roland Eilinger erklärt gegenüber inside-it.ch, dass diese Partnerschaft nicht als Abkehr von Finnova zu verstehen sei. Die InCore Bank hatte vor zwei Jahren auf die Software des SunGard-Mitbewerbers Finnova migriert. "Wir fahren nun eine Dual-Plattform-Strategie", sagt Eilinger. Viele Banken wollten zwar outsourcen, aber niemand wolle ein grosses Migrationsprojekt durchführen. Deshalb biete man nun den SunGard-Banken das gleiche an wie den Finnova-Banken.
InCore kümmert sich dabei um den Banking-Teil, während SunGard das Application Management übernimmt. Geplant sind Dienstleistungen für Privatbanken und Effektenhändler, darunter Makler- und Verwahrungsdienste.
Finnova erklärt dazu, dass sich aus der neuen Partnerschaft InCore-SunGard "keine direkten Auswirkungen auf die Beziehungen zu unseren Kundenbanken" ergeben. Finnova biete eine reiche Fülle von Funktionalitäten, aber einzelne Banken hätten in der Regel Spezialanforderungen, "die wir teils direkt und teils durch die Anbindung von Drittlösungen abdecken", heisst es aus Lenzburg. (Maurizio Minetti)

Loading

Mehr zum Thema

image

Digitaler Euro könnte 2026 kommen

Kommendes Jahr will die Europäische Zentralbank (EZB) über den digitalen Euro entscheiden. Zu reden gibt die Partnerschaft mit Amazon.

publiziert am 29.9.2022
image

UBS und CS in den USA wegen Messenger-Nutzung gebüsst

Weil sie die Kommunikation ihrer Angestellten über Whatsapp und Co. nicht korrekt archiviert hatten, zahlen die Grossbanken eine Millionenbusse.

publiziert am 28.9.2022
image

100 Millionen Dollar für zwei Schweizer Krypto-Startups

Zwei Firmen mit offiziellem Sitz in Zug konnten je 50 Millionen sammeln. Eine verspricht "grüne" Blockchain-Infrastruktur, die andere umfassende Möglichkeiten für Krypto-Investments.

publiziert am 23.9.2022
image

RZ-Ausfälle kosten schnell mal mehr als 1 Million Dollar

Eine internationale Studie zeigt, dass die Betreiber auch im nachhaltigen Umgang mit Strom und Wasser noch Verbesserungs­potenzial aufweisen.

publiziert am 22.9.2022