Neuer Intel-Chip wird Markt beleben

14. Juni 2011, 13:31
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Intels neue Platform "Romley" dürfte eine Replacement-Welle auslösen.

Intels neue Serverplatform "Romley" dürfte eine Replacement-Welle auslösen.
Intel wird mit der für das dritte Quartal 2011 erwarteten Serverplattform "Romley" in Kombination mit den neuesten Sandy-Bridge-Xeon-Prozessoren die nächste grosse Replacement-Welle lostreten. So zuversichtlich geben sich laut Online-Newsservice 'Digitimes' die ODM-Hersteller von x86-Servern, die meisten davon mit Sitz in Taiwan. Die längst überfällige Ersatzbeschaffung hat tatsächlich schon begonnen, soll aber bis Ende des Jahres an Fahrt gewinnen, da Betreiber von Suchmaschinen wie Google und sozialen Netzwerken wie Facebook alle planen, bis dahin ihre Serverlandschaft zu erneuern.
Da Intel 70 bis 80 Prozent des Marktes für x86-Serverplattformen bestreitet, soll Romley mit bis zu acht Prozessorkernen die Nachfrage nach neuen Produkten wie Storage und Switches anfachen. Dies zumal die neue Plattform die Möglichkeit bietet, zwei Romley-basierende CPUs auf einem Motherboard unterzubringen und die hier eingesetzten Sandy-Bridge-CPUs anders als ihre Desktop- und Notebook-Brüder auch PCI Express 3.0 unterstützen. Intel selbst zeigt sich den von 'Digitimes' nicht genannten Quellen zufolge zuversichtlich, dass Romley bei den Unternehmen einschlägt, weil mit Abebben der Wirtschaftskrise viele von ihnen ihre IT-Budgets schon erhöht haben und jetzt eher bereit seien, sich auf neue Plattformen einzustellen.
Zu Taiwans OEM/ODM-Auftragsfertigern, die am meisten vom Start der neuen Intel-Plattform profitieren sollen, gehören Foxconn Electronics (Hon Hai Precicion Industry), die Notebook-Riesen Quanta Computer, Wistron und Inventec sowie Mitac International. Da die Unternehmen im Serverbereich mehr Zeit für eine Evaluierung benötigen, wird jedoch erwartet, dass die Replacement-Welle erst mit drei Monaten Verzögerung Ende 2011 eintrifft. Das deckt sich auch mit den jüngsten Gartner-Zahlen für den Serverweltmarkt. Demnach sind im ersten Quartal 2011 global rund 2,3 Millionen Server verschifft worden, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Zuwachs von 8,5 Prozent entspricht. Der Serverumsatz ist im Vergleich zum ersten Quartal 2010 sogar um 17,3 Prozent auf 12,67 Milliarden Dollar gestiegen.
Romley soll es in der Version EN und EP geben. Die Unterschiede zeigt eine Romley-Prozessorübersicht beim chinesischsprachigen Newsservice Hexun Keji. So ist die Variante mit Sandy-Bridge-EN auf Sockel B2 zwar tendenziell stromsparender, dafür bietet sie aber auch nur drei statt vier Kanäle pro Sockel mit bis zu 96 statt maximal 192 GB Speicherkapazität bei der EP-Variante mit Sandy Bridge auf Sockel-R-Basis. Eben diese EP-Variante für die neuen Sandy-Bridge-Xeon-Prozessoren E5-2600 soll schon im Herbst das Licht der Welt erblicken, wie 'Heise' auf der Computex 2011 von Motherboard-Hersteller Gigabyte erfahren hat. (Klaus Hauptfleisch)

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