Neuer Ransomware-Trick: Ihr blecht – wir helfen Kindern!

14. Januar 2019, 14:26
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"Remember you can safe many children destinies!"

"Remember you can safe many children destinies!"
Sie dürfte wohl nicht eine der grössten Bedrohungen in der aktuellen Ransomware-Szene sein. Aber eine Gruppe, die aktuell ihr Unwesen treibt und auf die wir via 'ZDNet' gestossen sind, schreibt die dreistesten und gleichzeitig amüsantesten Erpressermails, die uns bisher untergekommen sind.
Die Gruppe folgt einem neuen Trend in der Ransomware-Szene. Sie greift gezielt Unternehmen und hackt sich zuerst in deren Netzwerke, um sich umzusehen. Erst später werden dann tatsächlich Files verschlüsselt. Dies geschieht in diesem Fall mit einer seit 2016 bekannten Malware namens CryptoMix. Als Lösegeld verlangt die Gruppe laut 'ZDNet' normalerweise zwei bis drei Bitcoin, also gegenwärtig etwa 7200 bis 10'800 Franken.
Sehr speziell ist die Begründung für dieses Lösegeld. In ihrem Erpresserbrief geben sich die Kriminellen nämlich als "International Children Charity Organisation" aus. Sie behaupten, das Geld werde dazu verwendet, für Kinder Unterstützung und medizinische Hilfe zu besorgen. Für das Opfer, das ja sicher eine "nette und ehrliche Person" sei, sei das Geld schliesslich nur ein bisschen Papier und werde schon bald wieder neu verdient. Aber für viele Kinder sei es eine Chance, ihr Leben zu verändern.
Die Erpressten dürften sich sogar darüber freuen, in Zukunft auf offiziellen Spenderlisten aufzutauchen.
Erpresser als Security-Diensleister
Aber es geht nicht nur um die Kinder, die Erpresser versprechen ihren "Kunden" noch viel viel mehr. So würden nach dem Bezahlen des Lösegeldes nicht nur die Files entschlüsselt, sondern gleichzeitig auch noch sämtliche Security-Schwachstellen im Netzwerk gestopft.
Und man werde das Netzwerk des Kunden auch in Zukunft vor Attacken schützen. Nur "unsere Community" könne dies. Alle anderen Anti-Malware-Unternehmen würden dies nur versprechen, könnten es aber gar nicht. "Schrecklich!"
Und wenn auch das dem "Kunden" noch nicht ganz reicht: Inbegriffen ist auch noch kostenloser Support für sämtliche PC-Probleme. (hjm)

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