Neuer Streit um Milliarden-Cloud-Auftrag in den USA

11. August 2021, 13:27
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Nach dem Streit um das Jedi-Projekt geht es nun um einen Auftrag der NSA. Microsoft protestiert gegen die Vergabe an AWS.

Nachdem Microsoft und Amazon jahrelang um den Jedi-Auftrag im Wert von 10 Milliarden Dollar gestritten hatten, beharken sich die beiden Konzerne erneut. Diesmal geht es um einen Cloud-Auftrag der National Security Agency (NSA), der ebenfalls bis zu 10 Milliarden wert sein könnte.
Bei Jedi hatte Microsoft ursprünglich das grosse Los gezogen. Das Pentagon hat das Grossprojekt aber mittlerweile storniert und will einen neuen Multi-Cloud-Ansatz verfolgen. Bei der NSA triumphierte bei der Vergabe AWS über Microsoft.

Ein Projekt mit Codenamen "WildandStormy"

Der NSA-Vertrag trägt den Codenamen "WildandStormy". Details zu dieser "Hybrid Compute Initiative" sind wenige bekannt, die Initiative könnte aber Teil der Überarbeitung des primären geheimen Datenspeichers der Geheimdienstgemeinschaft GovCloud durch die NSA sein.
Wie US-Medien berichten, hat Microsoft gegen die Vergabe protestiert. Microsoft behaupte, die NSA habe keine angemessene Bewertung durchgeführt, als sie einen Anbieter für "WildandStormy" in Betracht zog. Laut 'Nextgov' hat Microsoft im Juli zwei Wochen nach der Benachrichtigung durch die NSA, dass AWS für den Vertrag ausgewählt worden sei, einen Angebotsprotest eingereicht.

Microsoft: "Wir üben unsere gesetzlichen Rechte aus"

Die NSA bestätigte den Eingang des Protests. "Die NSA hat kürzlich einen Vertrag über Cloud-Computing-Dienste zur Unterstützung der Agentur vergeben. Der erfolglose Anbieter hat beim Government Accountability Office Protest eingelegt. Die Agentur wird auf den Protest in Übereinstimmung mit den entsprechenden Bundesvorschriften reagieren", sagte ein Sprecher gegenüber 'Nextgov'.
Microsoft erklärte: "Aufgrund der Entscheidung reichen wir über das Government Accountability Office einen administrativen Protest ein. Wir üben unsere gesetzlichen Rechte aus und werden dies sorgfältig und verantwortungsbewusst tun."
Es wird erwartet, dass das Government Accountability Office bis zum 29. Oktober 2021 eine Entscheidung über den Protest trifft.

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