Neues europäisches Zahlungssystem - in der Schweiz erst ab 2018

25. Juni 2014, 15:53
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Gut fünf Wochen bleiben Unternehmen und Vereinen in Europa noch zur Umstellung auf das neue europäische Zahlungsverfahren Sepa ("Single Euro Payments Area").

Gut fünf Wochen bleiben Unternehmen und Vereinen in Europa noch zur Umstellung auf das neue europäische Zahlungsverfahren Sepa ("Single Euro Payments Area"). Die meisten haben bereits reagiert. Der Schweiz, die ebenfalls Teil des harmonisierten Zahlungsraums ist, bleibt noch etwas Zeit bis zur Einführung.
Vom 1. August 2014 an dürfen Unternehmen und Vereine in Europa Lastschriften und Überweisungen in Euro nur noch im Sepa-Format mit der internationalen Kontonummer IBAN tätigen. In Deutschland setzt sich das System nach Einschätzung der Bundesbank allmählich durch. So wurde im Mai bei fast 90 Prozent der Überweisungen in Deutschland das neue Verfahren genutzt. Bei den Lastschriften lag der Anteil bei gut 82 Prozent.
In der Schweiz ab 2018
In der Schweiz hat der Prozess zur Umstellung auf das neue Zahlungssystem 2012 begonnen. Dieser Prozess soll bei den Überweisungen bis Mitte 2018, bei den Lastschriftverfahren bis Ende 2018 und bei den Belegen bis Mitte 2020 abgeschlossen sein.
Die wichtigste Änderung: die heutigen Einzahlungsscheine in rot und orange werden von einem Einheitsbeleg mit Quick-Response-Code abgelöst. Dabei wird ein Punktemuster - ähnlich wie beim Strichcode auf Konsumgütern - in eine Buchstabenfolge übersetzt.
Aufgeschoben
Der Euro-Zahlungsverkehrsraum umfasst inzwischen 34 Länder, darunter die 28 EU-Staaten sowie die Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein und Monaco. Ziel ist es, Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen grenzüberschreitend zu standardisieren und so zu beschleunigen.
Ursprünglich war der 1. Februar 2014 der Stichtag. Doch weil die Umstellung noch nicht weit genug fortgeschritten war, verlängerte die EU-Kommission die Frist Anfang Januar um sechs Monate, um ein Zahlungschaos zu vermeiden. (sda/lvb)

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