Neues Oracle-Preismodell: Hardware im Monatsabo

16. Januar 2013, 14:13
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Oracle hat ein neues Preismodell für seine "Engineered Systems" lanciert, also seine Appliance-artigen, vorintegrierten Hardware-/Softwarepakete.

Oracle hat ein neues Preismodell für seine "Engineered Systems" lanciert, also seine Appliance-artigen, vorintegrierten Hardware-/Softwarepakete. Das Modell nennt sich "Infrastructure as a Service (Oracle IaaS) mit Capacity on Demand", was aber etwas in die Irre führen kann. Das Angebot entspricht weniger einem "Infrastructure as a Service"-Angebot aus der Cloud, sondern ähnelt eher den klassischen "On-Demand"-Hardwarepreismodellen, wie man sie beispielsweise von IBM und anderen Enterprise-Hardwareanbietern kennt.
Unter "Infrastructure as a Service" versteht man normalerweise das Anbieten von virtueller Server-, Netzwerk- oder Speicherkapazität, die übers Internet bezogen wird. Oracle stellt einem dagegen beim neuen Preismodell die Hardware ins eigene Rechenzentrum. Bezahlt wird aber wie bei -as-a-Service üblich eine monatliche Gebühr. Dabei wird laut Oracle die tatsächlich bezogene Kapazität berücksichtigt, man muss also nicht immer die volle Kapazität zahlen. Oracles Platinum Services und die neuen PlatinumPlus-Services sind im Preis eingeschlossen. Kunden haben aber die Wahl, ob sie ihre Systeme selbst verwalten oder optional Oracles Managed Cloud Services beanspruchen wollen.
Oracle sieht das neue Angebot als Ergänzung zu seinem übrigen Cloud-Portfolio an. Kunden können wie bei anderen Cloud-Services hohe einmalige Investitionen vermeiden, haben aber mehr Kontrolle über die Systeme, die so hinter ihrer eigenen Firewall laufen. Probleme mit Datenhaltungs- und anderen Compliance- und Sicherheitsvorschriften sollten damit wegfallen.
Als Zielkundschaft sieht Oracle vor allem Unternehmen, die eine Private-Cloud-Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum betreiben wollen. Daneben könnte das neue Preismodell aber auch für Data-Warehousing und Analyseanwendungen interessant sein. Die Geräte, die unter dem neuen Preismodell erhältlich sind, sind die Exadata Database Machine, Exalogic Elastic Cloud, SPARC SuperCluster, die Exalytics In-Memory Machine und die ZFS Storage Appliance. (Hans Jörg Maron)

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