Neues Zuhause für Schweizer Rechenmonster

31. August 2012, 13:42
  • politik & wirtschaft
image

Das neue nationale Hochleistungs-Rechenzentrum CSCS ist heute in Lugano eröffnet worden. Der Neubau kostete 70 Millionen.

Das neue nationale Hochleistungsrechenzentrum CSCS ist heute in Lugano eröffnet worden. Der Neubau kostete 70 Millionen.
Heute ist das neue Centro Svizzero di Calcolo Scientifico (CSCS) in Lugano-Cornaredo in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset feierlich eröffnet worden. Das nationale Hochleistungsrechenzentrum befand sich bis anhin in Manno. Doch aufgrund der steigenden Nachfrage nach der Verwendung von Supercomputern wurde es dort immer enger. Deshalb wurde vor zwei Jahren mit dem Neubau in der Via Trevano in Lugano begonnen. Hier soll die Supercomputing-Infrastruktur nun mindestens 40 Jahre lang beherbergt werden können. Ab 2013 soll am CSCS ein Supercomputer der Petaflops-Leistungsklasse eingesetzt werden.
Der CSCS-Neubau ist Teil der Hochleistungsrechnen- und Vernetzungsstrategie (HPCN), wie 'ETH Life' schreibt. Der Neubau kostete inklusive Seewasserkühlung und dem Beitrag des Kantons Tessin etwas mehr als 70 Millionen Franken.
"Zum Wohl des Landes"
Bundesrat Berset sagte laut dem Redetext, die Investition des Bundes in diese Infrastruktur sei ein langfristiges Engagement für die Spitzenforschung: "Sie gehört zu einer Bildungs- und Forschungspolitik, die einen nachhaltigen Beitrag zum Wohl des Landes leisten will." Das CSCS habe die Aufgabe, die Ressourcen zu bündeln und die Zusammenarbeit unter den Hochschulen und Nutzern der Supercomputing-Infrastruktur zu fördern. Vor diesem Hintergrund sei auch der Entscheid des ETH-Rats zu sehen, das Rechenzentrum als Nutzerlabor zu führen.
Zugriff auf die Infrastruktur erhalten alle Schweizer Forschende und Schweizer Institutionen, die Hochleistungsrechnen benötigen. Darunter auch die strategisch wichtigen Grossprojekte des ETH-Bereichs. Berset erwähnte das Neuroinformatikprojekt Blue Brain oder den Freie-Elektronen-Röntgenlaser SwissFEL. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Justitia 4.0: Anwälte können Portokosten sparen

Nächstes Jahr startet die Entwicklung von Justitia 4.0. Im Interview erläutert Gesamtprojektleiter Jacques Bühler, wie er Anwälte überzeugen will, warum die Post auf Millionen verzichten muss und weshalb das Mitmachen der Kantone freiwillig ist.

publiziert am 23.9.2022
image

Wegen Daten-Spionage: Sammelklage gegen Meta

In einer Klageschrift gegen Meta heisst es, Apps von Instagram und Facebook würden Daten mittels eines JavaScript-Code auf Websites einspeisen.

publiziert am 23.9.2022
image

Die Steuerverwaltung zentralisiert ihre Online-Dienste

Alle E-Services der ESTV werden ab November über das ePortal des Finanzdepartements zugänglich. Zudem sollen dort neue Services angeboten werden.

publiziert am 23.9.2022
image

In Glarus wird Pierre Rohr Chef der neu geschaffenen IT-Hauptabteilung

Ab 2023 amtet der bisherige Leiter der kantonalen IT-Dienste auch als Chef der dann integrierten Gemeinde-IT-Firma Glarus hoch3.

publiziert am 23.9.2022