New kid on the block: Littlebit steigt ins Whitebox-Business ein

17. August 2005, 09:14
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Kleine Assemblierer steigen aus, unter den grossen verschärft sich der Konkurrenzkampf

Kleine Assemblierer steigen aus, unter den grossen verschärft sich der Konkurrenzkampf
Der Hünenberger Notebook-Hersteller und Distributor Littlebit macht einen weiteren Entwicklungsschritt. Ab sofort gibt es auf der Händlerseite von Littlebit einen Whitebox PC-Konfigurator. Ab September wird Littlebit zudem auch brand-lose Intel-Server seinen Resellern anbieten.
Der Wunsch nach "namenlosen" (Whitebox) PCs sei von der Händlerbasis immer wieder geäussert worden, sagt Littlebit-Sprecherin Luzia Krieger. "Kleine Händler wollen die Infrastruktur und das Know-how für eine eigene PC-Produktion oft nicht mehr aufrecht erhalten", so Krieger. Die Whitebox-PCs und auch die Server basieren alle auf den von Intel den Partnern angebotenen Bausätzen und Littlebit ist von Intel als IPP (Intel Premier Partner) anerkannt.
Keine Billig-PCs
"Es macht keinen Sinn, Dell, Acer oder Media Markt einen Preiskampf zu liefern", sagt Krieger. Die PCs von Littlebit, die Reseller unter einem eigenen Brand vertreiben können, sind denn auch nicht im Tiefpreis-Segment angesiedelt und richten sich eher an Geschäfts- als an Heimanwender. Bei entsprechender Nachfrage könne sie sich vorstellen auch Gaming- und spezielle Multimedia-PCs anzubieten, so Krieger.
An der Littlebit-Hausmesse (26. 8. auf dem Bürgenstock, Resellers only) wird man wohl alle Details über den Einstieg ins harte PC-Assemblierungsgeschäft erfahren können.
Schritt für Schritt ausgebaut
Die Geschichte des Hünenberger Herstellers/Distis ist interessant. Noch während der heutige Littlebit-Chef Patrick Matzinger und Luzia Krieger den aus dem CHS-Crash hervorgegangen Komponenten-Disti SMG (ehemals Karma) führten, lancierten sie mit einer eigenen Firma Littlebit als Notebook-Marke in der Schweiz. SMG verschwand nach diversen Wirren (und einem ergebnislosen Flirt mit COS) im November 2002 von der europäischen Bildfläche - Littlebit übernahm die Schweizer Reste. Seitdem bauen die Hünenberger beharrlich den Notebook-Brand auf und etablieren sich als Komponenten- und Peripherie-Disti für mittlere und kleine Reseller. Während die Hünenberger ihr Geschäft still und leise ausbauten, ging COS Distribution durch diverse Krisen, andere Konkurrenten gaben auf oder gingen unter.
Mit dem Schritt zum PC-Assemblierer und Whitebox-Anbieter folgt nun ein weiterer Ausbau des Geschäfts. Littlebit steigt in ein Geschäft ein, das in der Schweiz von einigen wenigen Platzhirschen wie Micro Control, Jet, Brack, Rotronic oder auch Panatronic beherrscht wird.
Gemäss Krieger beschäftigen die Hünenberger sieben Festangestellte in der Assemblierung und im Service, dazu kommen je nach Auftragslage Temporärangestellte. (Christoph Hugenschmidt)

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