NFC: Apple droht offenbar eine Kartell­busse in der EU

7. Oktober 2021, 15:01
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Die EU bereitet Berichten zufolge kartell­rechtliche Vorwürfe gegen Apple Pay vor, weil Konkurrenten vom iPhone-NFC-Chip ausgeschlossen werden.

Apple sieht sich offenbar mit einer Kartellklage aus der EU konfrontiert. Grund ist, dass Apple Drittanbietern den Zugriff auf die NFC-Schnittstelle verweigert, so Quellen von 'Reuters'. Somit sind die NFC-Chips in iPhones und iPads auf die Payment-Software von Apple beschränkt, wodurch alternative Mobile-Payment-Lösungen wie beispielsweise Twint ausgeschlossen werden.
Dem 'Reuters'-Bericht zufolge arbeitet die EU-Wettbewerbsbehörde derzeit an einer Anklageschrift, in der das mutmasslich wettbewerbswidrige Verhalten dargelegt wird. Es könnte nächstes Jahr zur Anklage kommen. Apple drohe eine saftige Busse, heisst es weiter.
Die Europäische Kommission hatte die Untersuchung im vergangenen Jahr begonnen. Es könne sein, dass Apples Entscheidungen den Wettbewerb verzerren, hiess es damals. "Es ist wichtig, dass die Massnahmen von Apple den Verbrauchern nicht die Vorteile der neuen Payment-Technologien vorenthalten, einschliesslich einer besseren Auswahl, Qualität, Innovation und wettbewerbsfähiger Preise", sagte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager 2020. Sie habe beschlossen, Apples Praktiken in Bezug auf Apple Pay und die Auswirkungen auf den Wettbewerb "genau unter die Lupe zu nehmen."
Bislang hat sich Apple nicht zur Angelegenheit geäussert. Auf Anfrage von 'The Register' sagte eine EU-Sprecherin: "Wir haben keinen Kommentar – diese Untersuchung ist im Gange."

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