Nicht nur Pornosites: Google findet Malware-Websites überall

18. Februar 2008, 17:16
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Rund 3 Millionen Seiten versuchen die Rechner ihrer Besucher via "drive-by Downloads" mit Schadsoftware zu infizieren. Google hat sie gesucht, gefunden und kategorisiert.

Rund 3 Millionen Seiten versuchen die Rechner ihrer Besucher via "drive-by Downloads" mit Schadsoftware zu infizieren. Google hat sie gesucht, gefunden und kategorisiert.
Eine von Google durchgeführte Durchsuchung von Milliarden von einzelnen Webseiten auf 66,5 Millionen Websites durchführte, brachte rund 3 Millionen Unterseiten auf 180'000 Sites zum Vorschein, die Surfer durch "drive-by Downloads" anzugreifen versuchen. Der Angriff erfolgt dabei ohne aktive Beteiligung des Users allein durch Ausnutzung von Fehlern oder Schwächen im Browser. Während die Studie einerseits bekannte Tatsachen belegt, widerlegt sie auch einige prominente Vorurteile.
Spitzenreiter bei den gefährlichen Websites ist auch bei den drive-by Angriffen China mit 67 Prozent, vor den USA (15%), Russland (4%) und Malaysia (2,2%). Google sieht vor allem die billigen Vergabepreise von Websites und die lasche Abschaltpraxis bei bekannten Malware-Sites in China als Ursache. Es gäbe die Tendenz zur "Kleenex"-Website, die von vorn herein nur für den kurzfristigen Einsatz als Malware-Träger gedacht ist. Man muss allerdings nicht weit Surfen, um Gefahr zu laufen auf einen drive-by Download zu stossen. Deutschland belegt mit einem Prozent Platz 7 im Google-Ranking und auch wenn die verseuchte Werbung auf blick.ch einen konventionellen Click voraussetzte, belegt sie die Risiken an unerwarteter Stelle.
Überhaupt, Risiken sind nicht zwingend dort, wo man sie gemeinhin vermutet. So fand Google bei einem Zufallsversuch zwar auf den Web-Sites für Erwachsene die meisten drive-by Downloads, gefolgt von den Themen Finanzen/Versicherungen und Games, bei der Auswertung aller gefundenen schädlichen Webadressen der Studie landete Erotik allerdings abgeschlagen auf Platz 8. Die ersten drei Plätze gingen hier an Society, vor Computer und regionalen US-Nachrichten. Wie gross das Risiko für den normalen User ist, belegt auch eine weitere Zahl der Google-Studie. Inzwischen liefern rund 1,3 Prozent aller Suchanfragen bei Google als Ergebnis mindestens eine Website mit potentiell schädlichem Inhalt, Tendenz weiter steigend. Da selbst aktuelle Anti-Viren-Software nicht immer die Bedrohung erkennt, sollte auch der Browser stets über die neuesten Patches verfügen. (Thomas Mironiuk)

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