Nie mehr Passwort-Puff? Industrie stützt OpenID

8. Februar 2008, 15:36
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Google, IBM, Microsoft, VeriSign und Yahoo engagieren sich im Projekt OpenID. Es geht um ein weltweites "Single-Sign-On" für Webseiten.

Google, IBM, Microsoft, VeriSign und Yahoo engagieren sich im Projekt OpenID. Es geht um ein weltweites "Single-Sign-On" für Webseiten.
Wer seinen Google-Kalender aufrufen will, muss einen Usernamen (oft die E-Mail-Adresse) und ein Passwort eingeben. Dasselbe beim Webmail, für unsere Reseller-Seite inside-channels.ch, wird dabei allerdings von der Konkurrenz und Anwendern eher misstrauisch beäugt.
Vom Ansatz her sympathischer ist das Projekt "OpenID". Es ist firmenübergreifend, kann auch von "kleinen" Webseiten eingesetzt werden und "gehört" niemandem. "OpenID" setzt auf eine URL-basierte Identität. Wer sich auf einem "OpenID"-Server angemeldet hat, kann diese "Identität", sprich die einzigartige und persönliche URL-Adresse, auf vielen weiteren Webseiten benützen, ohne sich jedesmal einen eigenen Namen und ein Passwort merken oder eintippen zu müssen.
Nun hat das Projekt gewichtige Unterstützung durch die amerikanische IT-Industrie erhalten. Google, IBM, Microsoft, VeriSign und Yahoo haben je einen Vertreter in den Verwaltungsrat ("Board") der Organisation entsandt. Sie werden aber keinen direkten Einfluss auf die technischen Entscheide der OpenID-Gemeinschaft nehmen können.
Kenner der Szene glauben, dass der Eintritt der fünf Grossfirmen dem jungen Projekt sehr viel Schub verleihen wird. (Christoph Hugenschmidt)

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