Nie mehr verschlafen

14. Oktober 2005, 16:36
  • kolumne
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Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht

Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht
Sie kennen das: Der Wecker sirrt, knarrt, zirpt, qäkt, läutet oder lässt das Radio laufen. Sie wälzen sich im Bett, denken "nur noch 10 Minuten", hauen dem blöden Ding auf die Taste und schlafen weiter.
Nach 10 Minuten das gleiche Spiel, nochmals 10 Minuten und schon haben Sie verschlafen, kommen zu spät, rasen unrasiert los, vergessen die Krawatte, die Unterlagen oder weiss der Teufel was. Zwar schaffen Sie es gerade noch rechtzeitig zum Kundentermin oder zur Sitzung mit der Chefin, doch sie hinterlassen eine schlechten Eindruck. Heutzutage verschläft man nicht mehr.
Gauri Nanda vom renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat sich des Problems angenommen. Die Lösung: Ein Wecker, der sich versteckt, sobald man auf die "Snooze" ("Bitte nur noch 5 Minuten"-)Taste drückt. Das herzige Ding namens "Clocky" ist ringsum in eine Art Fell eingepackt und hat zwei Räder. Auf diesen rollt Clocky davon und sucht sich sich ein Versteck. Wer die Snooze-Taste nochmals drücken will, muss aufstehen und das verd... Ding suchen. Schon ist man wach.
Gauri Nanda hat mit dem scheuen Wecker nicht nur ein grosses Echo am MIT Consumer-Electronics-Laboratorium ausgelöst, sondern auch einen Preis gewonnen. Und zwar den "Ig-Nobel-Preis" des satirischen Magazins 'Annuals of Improbable Research'. Den Bericht von der diesjährigen Preisverleihung finden Sie hier.
War sagt denn, dass die Wissenschaft nichts für das Fortkommen der Menschheit (in diesem Fall der Wecker) leiste? (Christoph Hugenschmidt)

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