Nimmt Apple mit Billig-iPhone China ins Visier?

14. Februar 2011, 12:28
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Grauimporte und Billigderivate wie das Meizu M8 haben Apple in China 2009 den erhofften glorreichen Einzug des iPhone verhagelt.

Grauimporte und Billigderivate wie das Meizu M8 haben Apple in China 2009 den erhofften glorreichen Einzug des iPhone verhagelt. Mit einem Preis von 629 Euro ist das neue iPhone 4 für viele Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern nahezu unerschwinglich. Deshalb sind Gerüchte, dass die Mac-Company plant, ein kleineres, weit günstigeres iPhone auf den Markt zu bringen, schon glaubhaft.
N97 soll der Codename dafür sein. Ausgerechnet, möchte man sagen. Ob Absicht oder Zufall: Unter dem Produktnamen N97 hat Nokia Ende 2008 Apple im Bereich Touch-Smartphone den Kampf angesagt und geschworen, sich die Touch-Krone zu holen. Wie das 'Wall Street Journal' herausgefunden haben will, soll die Billigvariante nur etwa halb so gross wie das iPhone 4 sein und lediglich 199 Dollar kosten. Dabei soll es über Sprachsteuerung verfügen, ein Feature, das gerade den Chinesen mit ihren komplexen Schriftzeichen und ihrer Tonsprache entgegenkommt. Wie die Nachrichtenagentur 'Bloomberg' vermutet, will Apple mit dem Einsteiger-iPhone der zunehmenden Konkurrenz aus dem Android-Lager entgegentreten. Apple selbst hat sich zu den Gerüchten offiziell noch nicht geäussert. Soll man denen Glauben schenken, könnte das Billig-iPhone schon im Sommer 2011 das Licht der Welt erblicken.
Was sicherlich schon bald auf den Markt kommen wird, ist das neue MacBook Pro. Medienberichten zufolge könnte dies laut einer Anzeige bei Best Buy in den USA schon am 11. März 2011 geschehen. Als wesentliche Neuerung gilt die Intel-CPU Sandy Bridge, die dem Apple-Notebook noch einmal einen kräftigen Leistungsschub bringen soll. Man kann nur hoffen, dass die entsprechenden Motherboards nicht aus der ersten Charge stammen, denn die waren mit fehlerhaften Chipsätzen von Intel ausgeliefert. Der Chipriese hat zwar volle Entschädigung versprochen, wie 'Digitimes' berichtete, werden HP und Acer jedoch wegen der fehlerhaften Chipsätze im ersten Quartal 2011 zwischen drei und sechs Prozent der Notebook-Lieferungen einbüssen.
Apropos Einbussen: Apple hat durch Mitnahmeeffekte und durch vergleichsweise schwache Verkaufszahlen bei Verizon innerhalb von nur vier Minuten 9,9 Milliarden Dollar des eigenen Börsenwertes verloren. Nach einem Allzeithoch von 360 Milliarden Dollar soll der Wert des Unternehmen bis Donnerstagmittag auf 350 Dollar abgesackt sein. Die Besorgnis um den Gesundheitszustand von Gründer und Mehrheitsanteilseigner Steve Jobs könnte dabei auch eine Rolle gespielt haben. Entgegen seiner Ankündigung, sich eine neue Auszeit zu gönnen, soll dieser im Headquarter immer noch das Sagen haben.
Zurück zum Billig-iPhone: Ob sich das Unternehmen damit einen Gefallen tut, vom Pfad der Prestige-Marke abzugehen, ist eine andere Frage. Wo bliebe das Statussymbol iPhone, wenn jeder sich eines leisten kann? Andererseits sind gerade auch Asiaten sehr statusversessen und wissen sehr wohl zu unterscheiden, ob ihre Autos zum Beispiel vor Ort produziert werden oder direkt aus Europa importiert sind. (Klaus Hauptfleisch)

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