"No country is safe": Stellenabbau bei IBM Schweiz

7. März 2014, 16:36
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Bei IBM Schweiz rumort es. Stellenabbau im Marketing und Technik führte offenbar auch zu Entlassungen.

Bei IBM Schweiz rumort es. Stellenabbau im Marketing und Technik führte offenbar auch zu Entlassungen.
Die Online-Ausgabe des 'Blick' berichtet heute, bei IBM Schweiz seien "auf einen Schlag" 20 Mitarbeitende entlassen worden. Ob die Zahl von 20 Mitarbeitenden genau stimmt, wissen wir nicht. Insider bestätigen allerdings, dass es nicht nur zu Stellenabbau, sondern auch zu Entlassungen gekommen ist. So wurde offenbar einer einstelligen Zahl Technikern gekündet und es mussten auch Marketing-Mitarbeiter gehen. Unglaubwürdig ist allerdings, dass die 20 Entlassungen die "Personalabteilung" von "Big Blue" in der Schweiz betroffen haben, wie der 'Blick' glaubt.
"Es gibt Unruhe und man spürt viel Orientierungslosigkeit", sagte uns ein Kenner der Situation, der nicht genannt werden will.
Wie gewohnt nahm IBM zu dem Bericht nicht Stellung. Allerdings ist die Antwort von Pressesprecherin Wibke Kress für IBM-Verhältnisse schon fast überdeutlich. Kress in einer E-Mail an inside-channels.ch: "Wie den kürzlich publizierten IBM Geschäftszahlen zu entnehmen war, passt IBM ihre Belegschaft laufend den sich verändernden Kundenanforderungen an, um ihrer Pionierrolle in neuen Geschäftsfeldern mit hoher Wertschöpfung gerecht zu werden. Zu diesem Zweck positioniert sich IBM in Bereichen wie Cloud, Analytics und Cognitive Computing und investiert entsprechend."
In der Tat ist zu hören, dass IBM firmenintern angekündigt habe, zusätzliche Berater in der Schweiz anzustellen.
Kritik am Vorgehen von "Big Blue" ist von der Allianz der IBM-Gewerkschaften "IBM Global Union Alliance" zu hören. "It appears job cuts at IBM are becoming more widespread at IBM. No country is safe. It is wrong for IBM to hide from the countries the number of employees being terminated. The company should disclose this number everywhere", schreibt uns Lee Conrad von der Allianz. Wie wir der Webseite der Gewerkschaftsallianz entnehmen, hat der IT-Gigant in Norwegen 35, in Frankreich zwischen 438 und 500, in Belgien 105, in Italien 430 (!) Stellen abgebaut. Geht man davon aus, dass 20 Entlassungen bei IBM Schweiz nur die Spitze des Eisbergs sind und weitere Stellen durch interne Versetzungen, Frühpensionierung und freiwillige Kündigen gestrichen worden sind, so scheinen die Zahlen der Allianz durchaus realistisch. (hc)
Hinweis in eigener Sache: Auf unserer Jobplattform ictjobs.ch

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