"No more Ransom": Portal für Entschlüsselungs-Tools lanciert

25. Juli 2016, 14:16
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Auf der Website 'nomoreransom.org' bietet die europäische Polizeibehörde (Europol) Hilfe gegen Ransomware an.

Auf der heute in Den Haag präsentierten Website 'nomoreransom.org' bietet die europäische Polizeibehörde (Europol) Hilfe gegen Ransomware an. Bei einem Ransom-Angriff schleusen Kriminelle Viren ein, die Daten auf dem PC verschlüsseln und erpressen anschliessend Geld, mit dem Versprechen die Daten gegen Bezahlung wieder freizugeben.
Ransomware-Angriffe sind nach Angaben von Europol ein zunehmendes Problem in Europa. Gemäss Kaspersky Lab stieg die Zahl der von Krypto-Malware betroffenen Nutzer zwischen den Jahren 2015 und 2016 um 550 Prozent auf 718'000 an. Wie Kaspersky-Security-Forscher Jornt van der Wiel betont, bestehe ein zusätzliches Problem darin, dass die Betroffenen "bereitwillig den Cyber-Kriminellen Geld bezahlen", damit sie wieder an ihre Daten kommen. Dadurch entstehe ein immer lukrativerer Markt für die Kriminellen, mit einer stets wachsenden Anzahl von Playern.
Die auf der neuen Website angebotenen Tools können Daten wieder zugänglich machen. Es sei aber keine "wasserdichte Lösung", betonte Europol. Das Portal bietet zum Start vier Entschlüsselungs-Tools für verschiedene Malware-Arten, wie Kaspersky schreibt. Viele andere Malware-Arten konnten bisher noch nicht entschlüsselt werden.
Die Schlüssel wurden von Europol in Zusammenarbeit mit der niederländischen Polizei, dem Chip-Hersteller Intel und Security-Unternehmen Kaspersky in einer öffentlich-privaten Kooperation entwickelt. Das Portal sei zudem offen für weitere Kooperationen, heisst es in der Mitteilung weiter. (sda/kjo)

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