Noch kein Entscheid der Weko in Sachen SAP

25. September 2009, 08:45
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Die Wettbewerbskommission braucht für das Verfahren mehr Zeit. Derweil glaubt die "IG SAP Wartung CH", es werde schwierig, einen Kunden zu finden, bei welchem der Mehrwert von Enterprise-Support mit den Mehrkosten aufgewogen werde.

Die Wettbewerbskommission braucht für das Verfahren mehr Zeit. Derweil glaubt die "IG SAP Wartung CH", es werde schwierig, einen Kunden zu finden, bei welchem der Mehrwert von Enterprise-Support mit den Mehrkosten aufgewogen werde.
Seit dem Sommer 2008.
Anfang 2009 schaltete die IG die Wettbewerbskommission (Weko) ein: Das Weko-Sekretariat leitete eine Vorabklärung ein. Erst wenn sich Anhaltspunkte für den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung von SAP in der Schweiz ergeben sollten, könnte die Weko eine Untersuchung einleiten. Bisher hiess es seitens Weko, dass "im Herbst" – nach der Auswertung der verschickten Fragebögen – eine erste Stellungnahme erfolgen werde. Bis dato hat die Weko aber noch keinen Entscheid getroffen. "Das betreffende Verfahren wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen", sagt Weko-Sprecher Marc Blatter zu inside-it.ch. Bezüglich des weiteren Vorgehens könne man leider keine näheren Angaben machen. Auch betreffend Zeitplan könne die Weko zurzeit keine näheren Informationen geben. Bei der IG ist zu hören, dass es bei der Weko in diesem Fall einen neuen Ansprechpartner gebe und die Sache wieder von vorne aufgerollt werde.
IG: "Kein Mehrwert erkennbar"
Unterdessen hat die IG im Rahmen ihrer achten Mitgliederversammlung ein erstes Fazit zum laufenden Benchmarking-Verfahren gezogen: "Es ist kein Mehrwert für SAP Enterprise Support erkennbar", heisst es in einer Mitteilung. Der einheitliche Grundtenor der Schweizer Benchmarking-Teilnehmer laute: "Der von SAP proklamierte Mehrwert konnte bisher nicht nachgewiesen werden". Gemäss einer Vereinbarung zwischen SAP und dem "SAP User Group Executive Network" (SUGEN) soll ein KPI-Index (SUGEN Value Key Performance Index) die tatsächliche Leistung des SAP-Supports definieren, damit SAP Preisanhebungen in Zukunft von konkreten Verbesserungen abhängig macht.
Wie die IG schreibt, sollten die konsolidierten Ergebnisse der 100 Benchmarking-Teilnehmer gemäss Terminplan bis zur Kalenderwoche 39 vorliegen. Doch von offizieller Seite gebe es bisher keine konkreten Angaben. Vielmehr töne es auch bei anderen Benchmarking-Teilnehmern sehr ähnlich. Die IG glaubt, es werde schwierig, einen Kunden zu finden, bei welchem der Mehrwert von Enterprise-Support mit den Mehrkosten aufgewogen werde. Man gehe nun davon aus, dass sich SAP an die Vereinbarung halte und die nächste Preiserhöhung für Enterprise-Support vorderhand sistieren werde.
SAP-Sprecher Holger Rungwerth weist gegenüber inside-it.ch allerdings darauf hin, dass die Koordination des Benchmarking-Programms über SUGEN läuft. Bei SUGEN war heute Abend leider niemand für eine Stellungnahme erreichbar. (Maurizio Minetti)

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