Noch mehr brennende Dell-Notebooks

19. Juli 2006, 16:50
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Was wusste Dell von den Problemen mit überhitzenden Laptops?

Was wusste Dell von den Problemen mit überhitzenden Laptops?
Der Direktverkäufer Dell scheint ein ernsthaftes Problem mit einer ganzen Serie von Notebooks zu haben. Denn beim Notebook, das im Juni in Japan an einer Konferenz in Brand geriet, scheint es sich nicht um einen reinen Einzelfall gehandelt zu haben.
So berichtete ein Leser von 'The Inquirer', wie sein Notebook (Inspiron 1150) in Brand geriet. Das gleiche - beunruhigende Phänomen - passierte ihm angeblich auch mit dem Ersatzgerät.
Noch brisanter wurde die Geschichte heute mit einem Bericht in 'Computer Reseller News' USA. Die Online-Ausgabe der bekannten Zeitschrift deckt nämlich auf, dass man bei Dell während zweier Jahre auf Berichten von überhitzten vielen Notebooks sass, bevor man sich dazu bequemte, die Batterien der Geräte zurückzurufen und auszutauschen. Der Autor des Berichts hatte Einblick in eine Dell-interne Dokumentation, in der eine ganze Reihe von Fällen beschrieben werden, wo Notebooks in Brand geraten waren.
Die Notebooks hatten teils durchgebrannte Gehäuse-Böden und bei über einem Dutzend Notebooks war das Gehäuse in der rechten Ecke zwischen Tastatur und Bildschirm geschmolzen.
Gegenüber der US Konsumentenbehörde CPSC (U.S. Consumer Product Safety Commission) erwähnte Dell aber nur drei Fälle von Problemen mit überhitzten Batterien.
In den USA werden falsche oder ungenaue Angaben bezüglich der Sicherheit von Produkten als sehr schwerwiegend angeschaut. Wir sind gespannt, wie sich die Sache weiterentwickelt. (Christoph Hugenschmidt)

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