(Noch?) Niemand kauft Wearables

13. Februar 2015, 15:29
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Wenn es um den Markt für Smartwatches und Wearables überhaupt geht, blicken alle nach Cupertino und warten auf das nächste Apple-Wunder.

Wenn es um den Markt für Wearables geht, blicken alle nach Cupertino und warten auf das nächste Apple-Wunder.
Wenn es nach den Analysen der Marktforscher von Canalys geht, ruht alle Hoffnung in Sachen Smartwatches und anderen sogenannten Wearables kommt, die Apple Watch. Im vergangenen Jahr seien nur rund 720.000 Android-basierte Wear-Devices ausgeliefert worden. Insgesamt seien 4,6 Millionen sogenannte "Smart wearable bands" über die Ladentische gegangen. Die Geräte mit Googles im März 2014 vorgestelltem Android-Wear hätten damit gerade einmal 15,6 Prozent Marktanteile erreicht.
Massenmarkt China
Führender Anbieter solcher Smartwatches und Fitness-Armbänder sei Motorola mit seiner Uhr "Moto 360" gewesen, gefolgt von LG, Sony und Asus. Aufgeschlüsselt wurden deren Verkaufszahlen allerdings nicht. Insgesamt dominiere aber weiter Samsung das Wearable-Geschäft, wo in den letzten 14 Monaten sechs Geräte mit unterschiedlichen Betriebssysteme auf den Markt gebracht wurden. Laut Canalys hat Samsung allerdings Mühe seine Kunde zu halten und Entwickler für sein Betriebssystem Tizen zu begeistern.
Die Auguren verweisen zudem auf den chinesische Hersteller Xiaomi hin, der mit niedrigen Margen von seinem vergleichsweise billigen Fitnessband Mi-Band pro Tag 103.000 Stück verkaufen konnte. Ausschlaggebend für derartige Verkaufszahlen sei natürlich der riesige chinesische Markt. Weltweit stünden aber immer noch die Bänder von Fitbit an erster Stelle bei den Marktanteilen. Als erstes Fazit geben die Marktforscher an, 2014 sei ein "Einführungsjahr für Wearables" gewesen, weil erstmals höhere Absatzzahlen erreicht worden seien.
Die Hoffnungen ruhen auf Apple
Mit dem Einstieg von Apple werde 2015 aber alles viel besser werden. Wenn die Apple Watch in die Regale kommt, soll sich bei den Stückzahlen und der Marktaufteilung eine markante Veränderung zeigen, hofft man bei Canalyst. Nicht zuletzt weil noch vor dem Start im April Neuheiten zur Apple-Watch erwartete werden, schaue die Branche nach Cupertino. Auch die Entscheidung, via WatchKit-SDK die Akkulaufzeit zu erhöhen und auf Energieeffizienz zu setzen, sei der richtige Weg, meinen die Analysten. Android-Wear werde nachziehen müssen, das sicher auch tun und sich deutlich verbessern, schreiben die Auguren weiter. (vri)

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