Nokia erschreckt Aktionäre und Angestellte

11. Mai 2016, 09:58
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Nokia führt auch nach der Übernahme von Alcatel-Lucent --http://www.

Nokia führt auch nach der Übernahme von Alcatel-Lucent eine Tradition fort: Rote Zahlen. Gestern präsentierte der finnisch-amerikanisch-französisch-deutsche Telekom-Ausrüster die Geschäftszahlen des ersten Quartals 2016. Und diese sehen nicht toll aus. Der Umsatz schrumpfte von 6,1 Milliarden Euro, die Nokia und Alcatel Lucent vor einem Jahr gemeinsam erreicht hätten, auf 5,6 Milliarden Euro. Bitter: Vor allem das Kerngeschäft mit Telekom-Ausrüstungen (Mobile, Festnetz, IP) schrumpfte im Vergeich zum Vorjahr um acht Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Ausgerechnet im grössten Markt des Ausrüsters, Nordamerika, fiel der Umsatz mit minus 17 Prozent am markantesten.
Unter dem Strich verlor der Telekom-Gigant 613 Millionen Euro, Nokia alleine hatte vor einem Jahr noch 169 Millionen Euro verdient.
Nokia-Aktionäre hatten an den Zahlen, die etwas schlechter als erwartet ausgefallen sind, keine Freude. Der Kurs der Aktie stürzte um sieben Prozent ab.
Schlecht sind die Nachrichten nicht nur für Aktionäre, sondern auch für die über 100'000 Angestellen des Konzerns. Bis 2018 will Nokia über 900 Millionen Euro einsparen. Man will überlappende Produktelinien straffen und die regionalen Verkaufs- und Serviceorganisationen rationalisieren. Alleine in Deutschland sollen 1400 von 4800 Jobs wegfallen. Auch in der Schweiz baut Nokia Stellen ab.
Nokia ist aus einer langen Kette von Übernahmen und Fusionen entstanden. 2007 wurden die Netzwerksparten von Nokia und Siemens zusammengelegt. (hc)

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